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Komplexe Datenbasen

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In unseren Datenbanken, die dem Bereich der Strafrechtspflege zugerechnet werden können, kann in erster Linie nach Personen gesucht werden, gegen die im Laufe des 20. Jahrhunderts in Budapest ein Strafverfahren eingeleitet wurde. Unter den wichtigeren thematischen Richtungen der Datenerfassung sind die Vergeltung nach den Revolutionen von 1918/1919, die Verantwortlichmachung nach dem Zweiten Weltkrieg (Attestierungsverfahren, Volksgerichtsbarkeit) sowie die Prozesse nach der Unterdrückung der Revolution von 1956 zu erwähnen. Diese Angaben werden durch die zumeist digitalisierten Stammbücher ergänzt, in denen die Inhaftierten, die zwischen 1873 und 1950 in die hauptstädtischen Strafvollzugsanstalten eingewiesen wurden, verzeichnet wurden. Diese Stammbücher können – im Falle von vernichtetem Aktenmaterial aus der Zeit des Dualismus – auch entsprechendes Material ersetzen.

Die Datenbank der Strafsachen arbeitet das Aktenmaterial der verschiedenen strafgerichtlichen Verfahren, die in der staatsanwaltschaftlichen oder gerichtlichen Phase durchgeführt wurden, auf. Im Wesentlichen handelt es sich um das Aktenmaterial hauptstädtischer Organe, gemäß den damaligen Zuständigkeitsregelungen sind dort aber auch Angelegenheiten mit „Provinzbezug“ zu finden. Die erfasste Zeit bildet das 20. Jahrhundert, die Datenerfassung konzentriert sich aber hauptsächlich auf den Zeitraum der sogenannten Asternrevolution und der Räterepublik, auf die Prozesse gegen die Arbeiterbewegung in der Ära Horthy, auf die Volksgerichtsbarkeit nach 1945, auf die Vergeltung nach der Niederschlagung der Revolution von 1956 sowie auf die politischen Prozesse der Ära des Sozialismus.

In der Datenbank wurden die persönlichen Daten der in den einzelnen Rechtsfällen auftretenden Angeklagten, Belasteten oder Verdächtigten sowie die Verbrechen, die ihnen zur Last gelegt wurden („Rechtstitel“), festgehalten. Ein kleinerer Teil des ersteren Bereichs unterliegt Forschungsbeschränkungen, weswegen bei einer Publikation für die Anonymisierung der Personendaten, die unter die Schutzbestimmungen fallen, gesorgt werden muss. Es ist eine Besonderheit, dass in mehreren Fällen (beispielsweise bei Volksgerichtsangelegenheiten) in den Eintragungen der Hauptlisten in Erscheinung tretende Personen auch dann registriert wurden, wenn über die Strafprozesse selbst keinerlei Akten mehr erhalten sind. Die Zahl der thematischen Datengruppen nähert sich 250.000, wobei fast eine halbe Million Personen betroffen sind.

Neben dem System der Archivregistratur können die Angaben auch im Ungarischen Archivportal (Magyar Levéltári Portál) unter:

http://www.archivportal.arcanum.hu/lear/opt/a140913.htm?v=pdf&q=%28LEVJ%3D%28*%29%29/BUNTETO&a=list

sowie im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) unter:

http://archives.hungaricana.hu/hu/lear/search/results/?query=LEVJ%3D(*)&fCAT=ARVASZEKI

recherchiert werden.

Über den Inhalt der Datenbank, der nach Aktengruppen aufgegliedert ist, können Sie sich hier informieren:

 

Archivstammzahl

Fonds-/Bestandsbezeichnung

Zeitlicher Umfang des in der Datenbank zu findenden Materialteils

Zeitlicher Umfang des digital recherchierbaren Materialteils

VII.1.d.

Akten des Budapester Königlichen Tafelgerichts. Prozessakten

1891-1915

 

VII.5.c.

Akten des Budapester Königlichen Strafgerichtshofes. Strafprozessakten

1896-1917

[* hervorgehobene „Prozesse der Arbeiterbewegung“ bis 1944

 

VII.5.e.

Akten des Budapester Strafgerichtshofes. Akten der vom Volksgericht übernommenen Prozessangelegenheit

1949-1950

1949-1950

(Vollständiger Bestand)

[* der digitale Bestand kann nur im Archivlesesaal eingesehen werden!]

VII.13.b.

Akten des Budapester Königlichen Bezirksstrafgerichts. Strafprozessakten

1892-1900

 

VII.18.d.

Akten der Budapester Königlichen Staatsanwaltschaft. Strafprozessakten

1907-1927

[*hervorgehobene „Prozesse der Arbeiterbewegung“ bis 1944]

 

XVI.2.

Akten des Budapester Revolutionären Gerichtshofes

1919

 

 

XXV.1.a

Akten des Budapester Volksgerichts. Strafprozessakten

1945-1949

 

XXV.1.b

Akten des Budapester Volksgerichts. Berufungsakten bei Attestierungsverfahren

1945-1949

 

XXV.2.b

Akten der Budapester Volksstaatsanwaltschaft. Strafakten.

1945-1949

 

XXV.4.a

Akten des Hauptstädtischen Gerichts. Strafprozessakten

1951-1963

 

XXV.4.f

Akten des Hauptstädtischen Gerichts. Akten der aus der geheimen Verwaltung ausgegliederten Prozesse

1950-1981

 

XXV.7.b

Akten des Jugendgerichts. Strafprozessakten

1950-1951

 

XXV.9

Akten des Verkehrsgerichts

1955-1956

 

XXV.44.b

Akten des Pester Zentralen Bezirksgerichts. Strafprozessakten

1958-1971

 

XXV.60.e

Akten der Hauptstädtischen Oberstaatsanwaltschaft. Geheime Verwaltungsstrafakten

1950-1980

 

 

Die ausgewählten Angelegenheiten können anhand der angegebenen Signaturen (z. B. HU BFL - VII.18.d - 05/0302 – 1924) bestellt und im Archivlesesaal eingesehen werden.

Infolge der massenhaften Digitalisierung der früher angefertigten Mikrofilme gehört Bildmaterial zu zahlreichen Datengruppen (und wird in Zukunft zu noch mehr Datengruppen gehören). Die Verbindung der von den Prozessakten angefertigten Bilder und der Daten kann allerdings – aufgrund der Schwierigkeit, Daten von zu schützenden Personen auszusondern – nicht automatisch erfolgen. So können vorläufig auch die digitalisierten Prozesse – im Falle der Bescheinigung einer entsprechenden Berechtigung – nur im Archivlesesaal ausgewertet werden. (Gegenwärtig sind auch die „Akten des Budapester Strafgerichtshofes. Akten der vom Volksgericht übernommenen Prozessangelegenheit“ (VII.5.e) nur auf diese Weise zugänglich.)

In den Häftlingsregistern wurden die persönlichen Daten der Verhafteten und Gefangenen, die von 1873 bis 1923 ins Budapester Gerichtsgefängnis eingeliefert wurden, sowie der Häftlinge, die von 1896 bis 1950 ins Budapester Landessammelgefängnis eingewiesen wurden, bzw. der dort von 1896 bis 1908 inhaftierten Personen festgehalten. Daneben wurde auch die Aufnahme der Stammblätter der Verurteilten, die 1951 in das Budapester Landesgefängnis, dem Rechtsnachfolger des Sammelgefängnisses, überstellt wurden, abgeschlossen.

Die Datenbank bietet neben der familiengeschichtlichen Eruierbarkeit des darin zu findenden Namensmaterials und sonstiger Informationen auch die Möglichkeit, Daten aus der Zeit des Dualismus zu kompensieren. (Die Strafangelegenheiten des Budapester Gerichts und der Budapester Staatsanwaltschaft aus dieser Epoche sind allerdings nicht erhalten geblieben.) Für die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg erleichtern die Stammbücher durch die Angabe der Urteilsziffern die Archivsuche des möglicherweise erhalten gebliebenen gerichtlichen Prozessmaterials. (Solche tauchen auch bei der Angabe der Strafregister der Inhaftierten auf.) Die Zahl der inhaftierten Personen, die in der Datenbank zu finden sind, nähert sich 300.000.

Parallel zur Datenerfassung ist auch die Digitalisierung der Stammbuchbände und der Stammblätter erfolgt bzw. wird auch in Zukunft erfolgen, sodass die Stammbucheintragung bei der Masse der Häftlinge im Internet recherchiert werden kann. Unter eine Beschränkung fallen nur die Daten von Personen, die nach 1924 geboren wurden, bzw. die digitalisierten Stammbucheintragungen über diese.

In der Archivregistratur sind nur diejenigen Daten auffindbar, die in die Datenbank der Eintragungen der Gefangenenstammbücher aufgenommen wurden, sodass der empfohlene Rechercheort das Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál), das über eine eingebaute Bilddarstellung verfügt, ist:

http://archives.hungaricana.hu/hu/lear/search/results/?query=LEVJ%3D(*)&fCAT=FOGOLY

Eventuell ist – wenn auch die Archivhierarchie bzw. die Beibehaltung des Systems der Stammbucheintragungen und die Übersicht darüber wichtig sind – zudem auf das Ungarische Archivportal (Magyar Levéltári Portál) zu verweisen:

http://www.archivportal.arcanum.hu/lear/opt/a140913.htm?v=pdf&q=%28LEVJ%3D%28*%29%29/FOGOLY&a=list.

(Im Falle des Letzteren ist die Installation des Hilfsprogramms „AAGISView“ notwendig.) Über das Archivmaterial, das durch die Struktur der Datenbank und durch die Digitalisierung abgedeckt wird, können Sie sich hier detailliert informieren.

 

Archivstammzahl

Fonds-/Bestandsbezeichnung

Zeitlicher Umfang des in der Datenbank zu findenden Materialteils

Zeitlicher Umfang des digital recherchierbaren Materialteils

VII.101.c.

Akten des Budapester Königlichen Landessammelgefängnis. Häftlingsstammbuch

1896-1950

 

1896-1950

(Vollständiger Bestand)

VII.101.d.

Akten des Budapester Königlichen Landessammelgefängnis. Strafgefangenenstammbuch

1896-1908

1896-1908

VII.101.p.

Akten des Budapester Königlichen Landessammelgefängnis (seit 1951 Budapester Landesgefängnis). Stammblätter der Verurteilten

1951

[* im Internet nicht erreichbar]

 

VII.102.a.

Akten des Budapester Königlichen Strafgerichtsgefängnisses. Gefangenenstammbücher

1895-1923

1895-1923

VII.103.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichtsgefängnisses des IV.-X. Bezirks

1873-1890

1873-1890

(Vollständiger Bestand)

VII.104.a.

Akten des Budapester Königlichen Kreisstrafgerichtsgefängnisses. Gefangenenstammbücher

1890-1923

1890-1923

(Vollständiger Bestand)

VII.105.

Akten des Ofener Königlichen Gerichtshofgefängnisses

1872-1873

1872-1873

(Vollständiger Bestand)

VII.106.

Akten des Pester (Budapester) Königlichen Gerichtshofgefängnisses

1873-1894

1873-1894

(Vollständiger Bestand)

VII.107.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichtsgefängnisses des I.-III. Bezirks

1873-1890

1873-1890

(Vollständiger Bestand)

XVI.3.

Budapester Revolutionärer Gerichtshof

1919

1919

(Vollständiger Bestand)

 

Die Datenbank der Angelegenheiten der Attestierungsausschüsse arbeitet die persönlichen Begebenheiten auf, die nach 1945 zur Überprüfung der politischen Anschauungen und des politischen Verhaltens von Angestellten im öffentlichen Dienst und von privaten Beschäftigten während des Zweiten Weltkriegs von besonderen Organen der Volksmacht, die nach Budapest und in die Stadtrandbezirke entsendet wurden, untersucht wurden.

Die einzelnen Attestierungsausschüsse unterzogen den gesamten Personalbestand bestimmter hauptstädtischer öffentlicher Institutionen und der in Budapest ansässigen öffentlichen Institutionen mit landesweiten Kompetenzen (z. B. Ministerien) sowie die Beschäftigten mit Angestelltenstatus von Firmen und Privatunternehmen einem Attestierungsverfahren.

In der Datenbank wurden die Personen, die von einem derartigen Verfahren betroffen waren, sowie die Angaben zu den Verfahren festgehalten. Hinsichtlich Letzteren ist das Ergebnis des Verfahrens besonders wichtig: Die Tatsache einer Verurteilung verweist auf eine substanzielle Ermittlung bzw. auf ein an Informationen reicheres Aktenstück. (In der Mehrzahl der Attestierungsangelegenheiten sind nur eine Erklärung, die von der betreffenden Person ausgefüllt und eingereicht wurde, sowie eine Bescheinigung zu finden.) Zum Teil sind die Angelegenheiten auch mit den – in der Strafdatenbank aufgearbeiteten – Berufungsakten zum Attestierungsverfahren des Budapester Volksgerichts verbunden. Nur ein Bruchteil des Materials der Attestierungsausschüsse wurde in der Datenbank festgehalten, aber auch die vorhandene Menge an Datengruppen umfasst so mehr als 45.000 Personen.

Die Daten sind nur in der Archivregistratur, eingebettet in die Archivhierarchie, verfügbar. Die Fälle der einzelnen Personen können anhand der Archivsignatur der Datengruppen (z. B. HU_BFL_XVII_1502_b_1945_igazolasiugy_4678) bestellt werden. Unter eine Forschungsbeschränkung fallen die Angelegenheiten derjenigen, einem Attestierungsverfahren unterzogenen Personen, die nach 1924 geboren wurden. Die Liste der Archivdatengruppen, die in der Datenbasis zu finden sind, kann hier eingesehen werden.

 

Archivstammzahl

Fonds-/Bestandsbezeichnung

Zeitlicher Umfang des in der Datenbank zu findenden Materialteils

 

Zeitlicher Umfang des digital recherchierbaren Materialteils

XVII.1502.b.

Sammlung der Akten der Attestierungsausschüsse, die zu den Institutionen und Unternehmen der (Residenz- und) Hauptstadt Budapest entsendet wurden. Akten der Attestierungsverfahren

1945

[* Belange Nr. 1-4700]

 

XVII.1503.

Akten des Budapester Attestierungsausschusses Nr. 127/b., 602. (Amt des Ministerpräsidenten)

1945

 

XVII.1506.b.

Sammlung der Akten der Budapester Attestierungsausschüsse, die in das Landwirtschaftsministerium und zu den landwirtschaftlichen Organen entsendet wurden. Akten der Attestierungsausschuss-Angelegenheiten

1945

[* Fallgruppen 3-6]

 

XVII.1513.

Akten des Budapester Attestierungsausschusses Nr. 143/b. (Ungarisches Nationalmuseum)

1945

 

 

XVII.1514.

Akten des Budapester Attestierungsausschusses Nr. 145/a (Verband der Ungarischen Schriftsteller, Komponisten und Musikverleger)

1945

 

XVII.1516.

Akten des Budapester Attestierungsausschusses Nr. 147/a. (Landesbodenkreditanstalt)

1945

[* Familiennamen A-Gy]

 

XVII.1518.

Akten des Budapester Attestierungsausschusses Nr. 149/b. (Musikkunsthochschule, Nationale Musikschule, Landesverband der Staatlich Genehmigten Musikprivatschulen)

1945

 

XVII.1534.b.

Sammlung der Akten der Budapester Attestierungsausschüsse, die zum Ministerium für Religion und Unterricht und zu den Organen des öffentlichen Unterrichts entsandt wurden

1945

 

XVII.1550.

Akten des Budapester Attestierungsausschusses Nr. 183/b. (Budapester Handwerkerinnung der Damenhüte-Hersteller)

1945

 

XVII.1559.

Sammlung der Akten der Budapester Attestierungsausschüsse, die zum Landesverband der Ungarischen Industriellen sowie zu Mitgliedsvereinigungen und Mitgliedsunternehmen entsendet wurden

1945

 

XVII.1671.

Akten des Budapester Attestierungsausschusses Nr.366/b. (Landesverband der Ungarischen Journalisten)

1945

 

XVII.1676.

Sammlung der fragmentarischen Akten der Attestierungsausschüsse, die zur Ungarischen Staatspolizei entsendet wurden

1945

 

XVII.1709.

Archivsammlung der Fonds der kleineren Budapester Attestierungsausschüsse

1945

 

 

Die Datenbasis arbeitet verschiedenartige Zivilprozesse auf, zeitlich angefangen von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Neben den am häufigsten vorkommenden Rechtsstreitigkeiten mit Vermögenscharakter gibt es eine bedeutende Anzahl von Ehescheidungsprozessen. (Letztere können bis 1918 sowie – fragmentarisch – nach 1945 recherchiert werden.) Hinsichtlich der Zivilprozesse ist das Aktenmaterial des Budapester Königlichen Gerichtshofes von herausragender Bedeutung. Im Falle der bis 1914 angefallenen zivilrechtlichen Prozesse sind mit den festgehaltenen Grunddaten auch von Mikrofilmen digitalisierte Bilder verbunden, sodass dieses Material auch im Internet frei erforscht werden kann. Die betroffenen Gerichte sind zwar ausnahmslos Budapester Gerichte und auch die Rechtsfälle haben zumeist einen hauptstädtischen Bezug, es treten aber auch zahlreiche Prozessbeteiligte aus der Provinz in der Datenbank auf. (Die Zuständigkeit des Gerichts wurde im Allgemeinen vom Budapester Wohn- oder Niederlassungsort des Beklagten bestimmt; bei Scheidungsprozessen war der letzte gemeinsame Wohnort ausschlaggebend.)

In der Datenbank wurden – neben der Prozessart und dem Prozessgegenstand – die persönlichen Daten des Klägers und des Beklagten festgehalten. (In selteneren Fällen wurden auch kurze Fallbeschreibungen erstellt.) Der Informationsgehalt der Datengruppen wird dadurch beeinflusst, dass im aufgearbeiteten Aktenmaterial in der Regel nur die Urteile, die während des Prozesses getroffen wurden, aufbewahrt sind. (Der Großteil der Akten über den Prozessverlauf wurde ausgesondert.) Da in den Zivilgerichtsurteilen die persönlichen Daten der Parteien oft nicht oder nur unvollständig festgehalten sind, können sie auch in der Datenbasis nicht in Erscheinung treten. Gegenwärtig kann nach etwa 70.000 Prozessen bzw. nach etwa 150.000 bis 200.000 Prozessbeteiligten gesucht werden.

Die Datenbank ist gleichermaßen im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) unter:

http://archives.hungaricana.hu/hu/lear/search/results/?query=LEVJ%3D(*)&fCAT=POLGPER

und im Ungarischen Archivportal (Magyar Levéltári Portál) unter:

http://www.archivportal.arcanum.hu/lear/opt/a140913.htm?v=pdf&q=%28LEVJ%3D%28*%29%29/POLGPER&a=list

zu erreichen.

Bei nach dem Zweiten Weltkrieg angestrengten Prozessen kann der Zugang zu den in die Datengruppen aufgenommenen Angaben aufgrund der gesetzlichen Vorschriften zum Schutz persönlicher Daten eingeschränkt sein. (In der Regel handelt es sich dabei um Prozesse, die nach 1954 geführt wurden.) Auf beiden Homepages sind die digitalisierten Zivilprozesse des Budapester Königlichen Gerichtshofes aus den Jahren von 1872 bis 1914 zu finden. (Um die Bilder betrachten zu können, ist es notwendig, das Hilfsprogramm „AAGISView“ im Ungarischen Archivportal zu installieren.)

Über das Archivmaterial, das durch die Struktur der Datenbasis und durch die Digitalisierung abgedeckt wird, können Sie sich hier detailliert informieren.

 

Archivstammzahl

Fonds-/Bestandsbezeichnung

Zeitlicher Umfang des in der Datenbank zu findenden Materialteils

Zeitlicher Umfang des digital recherchierbaren Materialteils

VII.1.d.

Akten des Budapester Königlichen Tafelgerichts. Prozessakten

1891-1915

 

VII.2.c.

Akten des Budapester Königlichen Tafelgerichts. Zivilgerichtsakten

1872-1918

 

1872-1914

VII.3.b.

Akten des Pester Erstgerichtlichen Königlichen Wechselgerichtshofes. Prozessakten

1841-1861

 

VII.4.

Akten des Budapester Königlichen Handels- und Wechselgerichtshofes

1876-1895

[* Prozessakten]

 

VII.6.a.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des I.-III. Bezirks. Zivilprozessakten und Akten über nichtstrittige Angelegenheiten

1928-1941

 

VII.7.b.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des IV. Bezirks. Akten Summarischer Prozesse

1894-1895

 

VII.12.b.

Akten des Budapester Zentralen Königlichen Kreisgerichts. Zivilprozessakten und Akten über nichtstrittige Angelegenheiten

1913-1921

 

VII.19.

Akten des Kreisgerichts von Újpest

1948

[* Zivilprozesse]

 

XXV.4.b

Akten des Hauptstädtischen Gerichts. Zivilprozessakten.

1951-1955

 

XXV.44.c

Akten des Pester Zentralen Bezirksgericht. Zivilprozessakten.

1958-1964

 

XXV.47.b

Akten des IV. und XV. Bezirksgerichts. Zivilprozessakten und Akten über nichtstrittige Angelegenheiten

1961-1972

 

 

Die Datenbank der Notariatsurkunden strebt die vollständige Aufarbeitung der Urkundenreihen, die von privaten und staatlichen Budapester Notaren verfasst wurden, an, und zwar von der Einrichtung der Institution im Jahre 1875 bis zum Jahr 1956. Es handelt sich hierbei um die umfangreichste, beinahe unversehrt erhalten gebliebene und zugleich – wegen des politischen und wirtschaftlichen Gewichts der Hauptstadt – bedeutendste Sammlung von Notariatsaktengruppen. In den Notariatsurkunden konnten damals die verschiedensten zivilrechtlichen Transaktionen festgehalten werden, so beispielsweise – um nur die wichtigsten hervorzuheben – Kauf und Verkauf, Schenkung, Vermögensübertragung, Erbfall, Ehevertrag, Adoption und testamentarische Verfügung. Hinsichtlich des Aktenmaterials aus den Jahren von 1875 bis 1918 wird die Datenerfassung in Kürze abgeschlossen, im Falle einiger Notare reicht sie bereits bis in die Zeit nach 1945. Die digitalisierten Bilder eines bedeutenden Teils der Urkunden sind, verbunden mit den Urkundendatengruppen, im Internet abrufbar. Bei der Nutzung der Institution des Notars gab es keine territoriale Zuständigkeitsbindung, weswegen auch zahlreiche Klienten aus der Provinz oder aus dem Ausland (in etwa 10 bis 15 Prozent der Fälle) die Dienste der hauptstädtischen Notare in Anspruch nahmen.

In den Datengruppen sind die Angaben über die jeweilige Angelegenheit, über die die Transaktionen abwickelnden natürlichen und juristischen Personen sowie über die das Verfahren abwickelnden Rechtsvertreter (Juristen) erfasst. Da die regulären Ausmusterungen in den Urkundenreihen zumeist in den Aktenbeständen (betreffend die Protokolle zur Unterschriftenbeglaubigung) aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg durchgeführt wurden und es nur ausnahmsweise zu einer Aktenvernichtung kam, und außerdem, weil man in den einzelnen Urkunden und Protokollen fast immer nicht nur den Status (die Beschäftigung) der Parteien, sondern auch ihren Wohnort eintrug, ist dieser Kreis der persönlichen Daten außergewöhnlich reichhaltig. In zahlreichen Fällen ist eine ganze Reihe von privatrechtlichen Rechtsgeschäften einzelner Personen und Familien zu identifizieren und zu verfolgen. In der Datenbank sind Angaben über etwa 430.000 Urkunden zu finden, was grob gerechnet eine Million Klienten bedeutet.

Die vollständigste, mit digitalisierten Bildern versehene Version der Datenbank ist im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) unter:

http://archives.hungaricana.hu/hu/lear/search/results/?query=LEVJ%3D(*)&fCAT=KOZJEGYZOI

sowie im Ungarischen Archivportal (Magyar Levéltári Portál) unter:

http://www.archivportal.arcanum.hu/lear/opt/a140913.htm?v=pdf&q=%28LEVJ%3D%28*%29%29/KOZJEGYZOI&a=list

zu finden.

(Um die Bilder betrachten zu können, ist es notwendig, das Hilfsprogramm „AAGISView“ im Ungarischen Archivportal zu installieren.) Die auf diese Art und Weise nicht recherchierbaren Angelegenheiten können anhand der in der Datenbank verzeichneten Signatur (z. B. HU BFL - VII.221 - 1899 – 0228) in den Archivlesesaal bestellt werden. Es verdient hierbei, auf das angestrengte Tempo der Bestandszunahme, die sowohl die Daten als auch die Bilder betrifft, hinzuweisen. Diese Geschwindigkeit macht es empfehlenswert, regelmäßig auf die Homepages zurückzukehren. Über das Archivmaterial, das von Datenbankstruktur und von der Digitalisierung abgedeckt wird, können Sie sich hier informieren.

 

Archivstammzahl

Fonds-/Bestandsbezeichnung

Zeitlicher Umfang des in der Datenbank zu findenden Materialteils

Zeitlicher Umfang des digital recherchierbaren Materialteils

 

VII.151.

Akten des Notars Zsigmond Rupp

1875-1918

1875-1918 (vollständig )

 

VII.152.

Akten des Notars Alajos Zimány

1875-1909

1875-1909 (vollständig )

 

VII.153.

Akten des Notars Károly Rónay

1898-1929

1898-1929 (vollständig )

 

VII.154.

Akten des Notars László Sümeghi

1918

 

 

VII.157.

Akten des Notars Gábor Báthor

1909-1918

 

 

VII.160.

Akten des Notars László Fekete

1926-1950

 

 

VII.161.

Akten des Notars Gusztáv Deszkáss

1898-1913

 

 

VII.162.

Akten des Notars József Stern

1913-1928

 

 

VII.168.

Akten des Notars István Görgei

1875-1911

1875-1911 (vollständig )

 

VII.169.

Akten des Notars Sándor Máday

1875-1878

 

 

VII.170.

Akten des Notars Danó Jeszenszky

1879-1900

 

 

VII.171.

Akten des Notars Aladár Hedry

1911-1912

 

 

VII.173.

Akten des Notars Béla Gászner

1875-1910

 

 

VII.174.

Akten des Notars Antal Gorove

1875-1881

1875-1881 (vollständig )

 

VII.175.

Akten des Notars István Steinbach

1875-1897

 

 

VII.176.

Akten des Notars Ferenc Stamberger

1896-1908

1896

 

VII.177.

Akten des Notars Béla Hajós

1918

 

 

VII.178.

Akten des Notars Béla Barcs

1918

 

 

VII.179.

Akten des Notars Ferenc Lázár

1944

 

 

VII.180.

Akten des Notars Ernő Barcs

1944

 

 

VII.182.

Akten des Notars Béla Somogyi

1944

 

 

VII.183.

Akten des Notars Lajos Tokaji Nagy

1875-1900

 

 

VII.184.

Akten des Notars Fülöp Weinmann

1875-1912

1875-1912 (vollständig )

 

VII.185.

Akten des Notars Károly Weiser

1875-1895

1875-1895 (vollständig )

 

VII.186.

Akten des Notars Rudolf Schilling

1895-1913

 

 

VII.187.

Akten des Notars Szigfrid Holitscher

1912-1920, 1944

 

 

VII.188.

Akten des Notars Zsigmond Róth

1912-1918

 

 

VII.190.

Akten des Notars László Meixner

1940-1941, 1944, 1946, 1948-1950

 

 

VII.192.

Akten des Notars Géza Rhorer

1896-1926

 

 

VII.193

Akten des Notars Oszkár Charmant

1900-1926

1900-1926 (vollständig )

 

VII.194.

Akten des Notars Gábor Nádossy

1918

 

 

VII.195.

Akten des Notars Jenő Joannovits

1944

 

 

VII.196.

Akten des Notars Richárd Richter

1944

 

 

VII.198.

Akten des Notars Izsó Lukács

1944

 

 

VII.199.

Akten des Notars Tibor Szemerjai-Petrán

1944

 

 

VII.200.

Akten des Notars Bálint Ökröss

1875-1889

1875-1889 (vollständig )

 

VII.201.

Akten des Notars Dénes Zarka

1889-1896

1889-1896 (vollständig )

 

VII.202.

Akten des Notars Béla Kormos

1896-1902

1896-1902 (vollständig )

 

VII.203.

Akten des Notars Géza Cottely

1896-1926

 

 

VII.204.

Akten des Notars Albert Szabó

1902-1924

 

 

VII.205.

Akten des Notars Bertalan Kőrössy

1944

 

 

VII.209.

Akten des Notars Zoltán Krenner

1944

 

 

VII.210.

Akten des Notars Emil Krajner

1875-1878

 

 

VII.211.

Akten des Notars Ignác Mannheimer

1879-1896

1879-1896 (vollständig )

 

VII.212.

Akten des Notars László Grubiczy

1882-1884

1882-1884 (vollständig )

 

 

 

 

 

 

VII.213.

Akten des Notars Aladár Kiss

1885-1914

 

 

VII.216.

Akten des Notars István Jeszenszky

1897-1925

 

 

VII.217.

Akten des Notars József Kiss

1900-1939

 

 

VII.218.

Akten des Notars Antal Kálmán

1913-1915

 

 

VII.221.

Akten des Notars Viktor Plihál

1897-1902

 

 

VII.224.

Akten des Notars Emil Velsz

1900-1902

 

 

VII.246.

Notariatsurkunden des Notars Dezső Kiss

1946-1947

 

 

VII.268.

Akten des Notars Lajos Band

1918-1930

 

 

VII.269

Akten des Notars Sándor Konkoly-Thege

1939-1944

 

 

VII.278.

Akten des Notars Zsigmond Morvay

1944

 

 

VII.279.

Akten des Notars Rezső Tárczay

1944

 

 

VII.284.

Notariatsdepositen

1882-1973

 

 

 

Die Datenbanken der Nachlass- und Waisenamtsangelegenheiten sowie der Testamente verbindet das Thema der Vererbung des Vermögens und den Gegenstand des gesellschaftlichen Status. Die aufgearbeiteten Nachlassakten und testamentarischen Verfügungen wurden von den Budapester Gerichten, Notariaten und Verwaltungsorganen (Stadtrat, Waisenamt) verfasst und dort im 19. Jahrhundert sowie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert aufbewahrt. Wie sich aus dem Kompetenzbereich dieser Institutionen ergibt, kommen hier aber auch andersartige Angelegenheiten in den jeweiligen Aktenbeständen in großer Zahl vor: nichtstrittige Gerichtsangelegenheiten (Zwangsvollstreckungen, Enteignungen, Todesfeststellungen, Pfandhinterlegungen, präventive Visitationen bzw. Expertenvisitationen und Grundbucheintragungen) sowie Angelegenheiten des Waisenamts bezüglich Adoption, Vormundschaft und Kinderunterhalt. Die zwischen 1896 und 1918 bekannt gemachten Testamente sowie einzelne testamentarische Reihen des 19. Jahrhunderts können mittels digitalisierter Bilder auch im Internet frei recherchiert werden.

Die Datenbank der Nachlass- (und sonstiger nichtstrittiger) Angelegenheiten baut auf dem Aktenmaterial zahlreicher Budapester Gerichte (Budapester Königlicher Gerichtshof, Kreisgerichte) sowie auf den von den Notaren verhandelten Nachlassangelegenheiten und außerdem auf dem erhalten gebliebenem Aktenmaterial von nichtstrittigen Verfahren auf. Alle erhalten gebliebenen Nachlassangelegenheiten aus den Jahren 1872 bis 1956 wurden erfasst. (Dabei handelt es sich leider nur um einen Bruchteil des Materials. Besser erhalten blieben diese nur für die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen und – mehr oder weniger geordnet – nach 1945.) Die Zuständigkeit der Hauptstadt hinsichtlich der Nachlassangelegenheiten wurde durch den letzten ständigen Wohnsitz des Erblassers bestimmt, sodass die Erbmasse im Falle umfangreicher Vermögenswerte auch Wohnorte in der Provinz betreffen konnte.

In den Datengruppen der Datenbank sind Angaben über die Art der Angelegenheit sowie über die betroffenen Personen (Erblasser, in anderen Fälle Antragsteller und Gegenparteien) aufgeführt; im Falle von Nachlassangelegenheiten sind diese durch das Todesdatum und – soweit vorhanden – durch gewisse relevante Aktentypen (Testament, Totenschein, Nachlassinventar) ergänzt. Die Datenbank enthält mehr als 73.000 Datengruppen und – wegen der nichtstrittigen und zusammengelegten Nachlassangelegenheiten – Angaben, die sich auf etwa 100.000 Personen beziehen.

Die Datenbasis kann im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) unter:

http://archives.hungaricana.hu/hu/lear/search/results/?query=LEVJ%3D(*)&fCAT=HAGYATEKI

und im Ungarischen Archivportal (Magyar Levéltári Portál) unter:

http://www.archivportal.arcanum.hu/lear/opt/a140913.htm?v=pdf&q=%28LEVJ%3D%28*%29%29/HAGYATEKI&a=list

recherchiert werden.

Anhand der Signatur der Datengruppe (z. B. HU BFL - VII.1.d - 1909 - III.0515) können die einzelnen Fälle in den Archivlesesaal bestellt werden. Es ist anzumerken, dass die öffentlichen Datengruppen nicht in jedem Fall eine unbegrenzte Recherche bedeuten: In den nach 1954 eingeleiteten Fälle bzw. in den nach 1924 entstandenen Nachlassangelegenheiten kann aufgrund betroffener minderjähriger Erbe die Einholung eines Unterstützungsschreiben notwendig sein. Über das Archivaktenmaterial, das von der Datenbank abgedeckt wird, können Sie sich hier informieren.

 

Archivstammzahl

Fonds-/Bestandsbezeichnung

Zeitlicher Umfang des in der Datenbank zu findenden Materialteils

Zeitlicher Umfang des digital recherchierbaren Materialteils

VII.1.d.

Akten des Budapester Königlichen Tafelgerichts. Prozessakten

1891-1915

 

VII.2.c.

Akten des Budapester Königlichen Gerichtshofes. Zivilprozessakten

1872-1918

 

1872-1914

VII.3.b.

Akten des Pester Erstgerichtlichen Königlichen Wechselgerichts. Prozessakten

1842-1863

 

VII.4.

Akten des Budapester Königlichen Handels- und Wechselgerichtshof

1873, 1889

 

VII.6.a.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des I.-III. Bezirks. Zivilprozessakten und außergerichtliche Akten

1933-1949

 

VII.7.c.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des IV. Bezirks. Akten der Nachlassangelegenheiten

1904-1912

 

VII.8.c.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des V. Bezirks. Akten der Nachlass- und Zwangsvollstreckungsangelegenheiten

1899-1910

 

VII.9.c.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des VI. Bezirks. Akten der Nachlassangelegenheiten

1902-1909

 

VII.10.c.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des VII. Bezirks. Akten der Nachlassangelegenheiten

1898-1909

 

VII.11.c.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des VIII.-X. Bezirks. Akten der Nachlassangelegenheiten

1898-1913

 

VII.12.b.

Akten des Budapester Zentralen Königlichen Kreisgerichts. Zivilprozessakten und außergerichtliche Akten

1914-1950

 

VII.19.

Akten des Kreisgerichts Újpest

1948-1950

 

VII.21.

Akten des Kreisgerichts Kispest

1947-1950

 

VII.155.

Akten des Notars Tibor Rónay

1942-1949

 

VII.156.

Akten des Notars Endre Kaprinay

1935-1950

 

VII.158.

Akten des Notars Antal Fodor

1938-1946

 

VII.160.

Akten des Notars László Fekete

1943-1949

 

VII.163.

Akten des Notars Dezső Lénárt

1939-1948

 

VII.164.

Akten des Notars Sándor Sárközi

1934-1940

 

VII.166.

Akten des Notars Péter Szilléry

1948

 

VII.167.

Akten des Notars Gyula Haviár

1943-1945

 

VII.171.

Akten des Notars Aladár Hedry

1911-1947

 

VII.172.

Akten des Notars Imre

1931-1947

 

VII.177.

Akten des Notars Béla Ödön Hajós

1918-1925

 

VII.178.

Akten des Notars Béla Barcs

1919-1939

 

VII.179.

Akten des Notars Ferenc Lázár

1927-1949

 

VII.180.

Akten des Notars Ernő Barcs

1926-1952

 

VII.182.

Akten des Notars Béla Somogyi

1946-1949

 

VII.187.

Akten des Notars Szigfrid Holitscher

1939-1946

 

VII.189.

Akten des Notars Árpád Králik

1937

 

VII.190.

Akten des Notars László Meixner

1939-1955

 

VII.191.

Akten des Notars Aladár Antalffy-Zsiros

1942-1950

 

VII.195.

Akten des Notars Jenő Joannovits

1939-1946

 

VII.196.

Akten des Notars Richárd Richter

1931-1947

 

VII.197.

Akten des Notars Kamilló Horváth

1938-1949

 

VII.198.

Akten des Notars Izsó Lukács

1944

 

VII.199.

Akten des Notars Tibor Szemerjay Petrán

1940-1950

 

VII.206.

Akten des Notars Béla Petró

1937-1950

 

VII.207.

Akten des Notars Károly Haller

1928-1950

 

VII.208.

Akten des Notars Aladár Tóth (Tóthfaludy)

1933, 1939

 

VII.209.

Akten des Notars Zoltán Krenner

1942-1950

 

VII.215.

Akten des Notars István Markó

1930-1950

 

VII.217.

Akten des Notars József Kiss

1933

 

VII.219.

Akten des Notars Béla Teőke

1929-1947

 

VII.220.

Akten des Notars Ferenc Matheovits

1940-1949

 

VII.226.

Akten des Notars Kálmán Bathó

1937-1950

 

VII.229.

Akten des Notars Zoltán Keszthelyi

1945-1952

 

VII.233.

Akten des Notars János Hajdú

1947-1953

 

VII.234.

Akten des Notars László Hedry

1947-1956

 

VII.236.

Akten des Notars Jenő Füredy

1948-1952

 

VII.240.

Akten des Notars Sándor Feri

1944-1950

 

VII.242.

Akten des Notars Pál Kozányi

1942-1950

 

VII.243.

Akten des Notars Endre Tóth

1945-1949

 

VII.246.

Akten des Notars Dezső Kiss

1946-1953

 

VII.247.

Akten des Notars Elemér Werner

1946-1949

 

VII.250.

Akten des Notars Miklós Tímár

1947-1951

 

VII.258.

Akten des Notars István Horváth

1945-1949

 

VII.262.

Akten des Notars Vilmos Némethy

1944-1945

 

VII.264.

Akten des Notars Ervin Susich

1939-1948

 

VII.267.

Akten des Notars Béla Török

1947-1952

 

VII.268.

Akten des Notars Sándor Konkoly Thege

1942-1943

 

VII.270.

Akten des Notars Zoltán Kovácsy

1937-1946

 

VII.271.

Akten des Notars Andor Klein

1945-1950

 

VII.278.

Akten des Notars Zsigmond Morvay

1933-1949

 

VII.279.

Akten des Notars Rezső Tárczay

1939-1948

 

VII.280.

Akten des Notars Béla Varga

1939-1949

 

XXV.151.

Akten des Notars István Selmeczy

1947-1955

 

XXV.152.

Akten des Notars András Vuits

1952-1956

 

XXV.153.

Akten des Notars István Hegyháti

1950-1956

 

XXV.154.

Akten des Notars Tibor Bessenyei

1951-1953

 

XXV.155.

Akten des Notars Pál Róna

1950-1956

 

XXV.156.

Akten des Notars Pál Török

1952-1955

 

XXV.157.

Akten des Notars László Záhony

1950-1953

 

XXV.158.

Akten des Notars István Jékey

1950-1956

 

XXV.159.

Akten des Notars Lajos Décsi

1944-1954

 

XXV.160.

Akten des Notars Imre Rosta

1951-1954

 

XXV.161.

Akten des Notars József Lelkes

1954-1956

 

XXV.162.

Akten des Notars Imre Sághy

1954-1956

 

XXV.163.

Akten des Notars Sándor Vajda

1950-1956

 

XXV.164.

Akten des Notars László Beleznai

1950-1953

 

XXV.165.

Akten des Notars Károly Gerlai

1948-1954

 

XXV.166.

Akten des Notars Jenő Draskovics

1952-1955

 

XXV.170.

Akten des Notars Olivér Hollós

1951-1956

 

XXV.171.

Akten des Notars Elemér Káli Nagy

1954-1955

 

XXV.172.

Akten des Notars Aladár Bárány

1951-1954

 

XXV.173.

Akten des Notars László Fertőfehéregyházi

1951-1952

 

XXV.174.

Akten des Notars Móric István Nemes

1950

 

XXV.175.

Akten des Notars Győző Jelinek

1950-1955

 

XXV.176.

Akten des Notars Ádám Pap

1951-1956

 

XXV.177.

Akten des Notars György Wágner

1954-1956

 

XXV.178.

Akten des Notars Pál Quirico

1955-1956

 

XXV.179.

Akten des Notars Imre Dékány

1955-1956

 

XXV.180.

Akten des Notars Aladár Jékelfalussy

1926-1952

 

XXV.181.

Akten des Notars Imre Frankl

1950-1954

 

XXV.182.

Akten des Notars Tibor Porázik

1954-1956

 

XXV.183.

Akten des Notars Ferenc Günther

1950

 

XXV.184.

Akten des Notars Jenő Frank Kiss

1954-1956

 

XXV.185.

Akten des Notars József Katona

1955

 

XXV.186.

Akten des Notars Dezső Molnár

1950-1954

 

XXV.187.

Akten des Notars Antal Vargyas

1949-1956

 

XXV.188.

Akten des Notars Jenő Erdődy

1951-1953

 

XXV.189.

Akten des Notars Imre Klein

1951-1955

 

XXV.190.

Akten des Notars János Balogh

1953-1954

 

XXV.192.

Akten des Notars Jenő Polónyi

1953-1955

 

 

Die Datenbank der Waisenamtsangelegenheiten umfasst zum Großteil ebenfalls Nachlassangelegenheiten, und zwar solche Fragen, in denen die beschränkte rechtliche Handlungsfähigkeit der minderjährigen Erben eine behördliche Aufsicht der Verwaltung des Nachlassvermögens notwendig machte. Im Aktenbestand der Vormundbehörde, also des Waisenamts der Haupt- und Residenzstadt Budapest, befindet sich außerdem eine bedeutende Zahl von Vormundschafts- und Adoptionsangelegenheiten. Diese können ebenfalls in der Datenbank recherchiert werden. Gegenwärtig sind die Fälle, die von der Stadtvereinigung 1873 bis zum Jahr 1919 reichen, aufgearbeitet. (Für den Jahrgang 1919 triff dies nur teilweise zu.) Das Jahr der Aktenentstehung bedeutet das Jahr der Registratur der – häufig viele Jahre umfassenden, fallweise mehrere Generationen hindurch miteinander verknüpften – Angelegenheiten. Dies bedeutet, dass in den einzelnen Aktenpaketen auch Akten aus viel früherer Zeit gefunden werden können. Es sind auch Daten von Angelegenheiten, die in den 1950er Jahren registriert wurden, eruierbar. Da damals die Auflösung des Waisenamts allerdings schon im Gange war, wurden die Fälle zu ihrer faktischen Erledigung den Vormundbehörden der Bezirke übergeben. (In der Mehrzahl der Angelegenheiten stellt sich hier nur heraus, zu welchem Organ die Akten gelangten.) Die Nachlassmassen befanden sich charakteristischer Weise in Budapest, in bestimmten Fällen sind aber auch Informationen über Vermögenswerte (Immobilien) in der Provinz aufzufinden.

In den einzelnen Datengruppen sind – fallweise mit detaillierten Beschreibungen (Stammbäumen) – die Daten der an den Fällen beteiligten Personen (Erblasser, Erben, Vormunde und Gegenparteien bei Unterhaltsfragen) sowie auch die Bezeichnung der sich auf sie beziehenden einzelnen wichtigeren Aktentypen enthalten (Frage der Existenz eines Totenscheins, Nachlassinventars oder Testaments). Die Zahl der aufgearbeiteten Fälle nähert sich 13.000, die Zahl der betroffenen Personen beträgt ein Vielfaches davon und bewegt sich schätzungsweise bei 50.000.

Die Daten können – außer in der Archivregistratur – auch im Ungarischen Archivportal (Magyar Levéltári Portál) unter:

http://www.archivportal.arcanum.hu/lear/opt/a140913.htm?v=pdf&q=%28LEVJ%3D%28*%29%29/ARVASZEKI&a=list

sowie im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) unter:

http://archives.hungaricana.hu/hu/lear/search/results/?query=LEVJ%3D(*)&fCAT=ARVASZEKI

recherchiert werden.

Die ausgewählten Fälle können anhand der in der Datenbank verzeichneten Signatur (pl. HU BFL - IV.1411.b - 1894 - 03774 - Károlyi) bestellt und im Archivlesesaal eingesehen werden.

 

Archivstammzahl

Fonds-/Bestandsbezeichnung

Zeitlicher Umfang des in der Datenbank zu findenden Materialteils

Zeitlicher Umfang des digital recherchierbaren Materialteils

IV.1202.cc.

Akten des Rates der Stadt Pest. Testaments- und Nachlassinventar

1681-1713

 

IV.1411.b.

Akten des Waisenamts der Haupt- und Residenzstadt Budapest. Allgemeine Akten

1873-1919, 1950

 

 

Die Datenbank, die die zusammenhängenden Reihen der Testamente, die in den Fonds bzw. Beständen verschiedener Budaer (Ofener) Stadtrats-, Budapester Gerichts- und Notariatsinstitutionen zu finden sind, aufarbeitet, erleichtert die Erforschung der im 18. bis 20. Jahrhundert in der Hauptstadt hinterlegten oder bekannt gemachten Testamente. (Für die Zeit vor der Stadtvereinigung des Jahres 1873 trifft dies nur für Buda (Ofen) zu, da nur hier die Testamente in einer eigenen, von den Nachlassangelegenheiten getrennten Reihe aufbewahrt wurden.) Unter den bekannt gemachten Testamenten finden sich auch – eine Bekundung des letzten Willens enthaltende – Erbverträge, Eheverträge, vor einem Selbstmord zu Papier gebrachte Abschiedsbriefe sowie Protokolle von Zeugenaussagen. Es lohnt sich hier, die Aufmerksamkeit auf den Umstand zu lenken, dass die von Budapester Notaren aufgenommenen oder bei ihnen deponierten Testamente, die keine gesonderte Reihe bilden, in der Datenbank der Notariatsurkunden gesucht werden können.

In den Datengruppen wurden die Angaben zu den testierenden (bzw. einen Erb- oder Ehevertrag schließenden) Personen festgehalten, wobei auch das – der Bekanntmachung möglicherweise Jahrzehnte vorausgehende – Entstehungsdatum des Testaments angegeben ist. Es ist zu bemerken, dass zur damaligen Zeit in zahlreichen Fällen unter einer Ziffer mehrere, zu verschiedenen Zeiten entstandene Testamente (Testamentsergänzungen, Schubladentestamente) registriert wurden, wenn sie mit derselben testierenden Person bzw. mit denselben testierenden Personen (Ehepaare) verbunden waren. Die Zahl der Datengruppen nähert sich gegenwärtig 24.000. Damit werden – wegen der typischerweise von den Ehepartnern gemeinsam geschaffenen Testamente sowie wegen der Erb- und Eheverträge – etwa 30.000 testierende Personen abgedeckt.

Der sich bis 1918 erstreckende Teil des von der Datenbank abgedeckten Archivmaterials ist größtenteils digitalisiert, sodass die Recherche der bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Testamente (nach der Installation des Hilfsprogramms „AAGISView“) über das Internet erfolgen kann, und zwar über das Ungarische Archivportal (Magyar Levéltári Portál) unter:

http://www.archivportal.arcanum.hu/lear/opt/a140913.htm?v=pdf&q=%28LEVJ%3D%28*%29%29/VEGRENDELETEK&a=list

oder über das – einen eingebauten Bildbetrachter bietende – Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) unter:

http://archives.hungaricana.hu/hu/lear/search/results/?query=LEVJ%3D(*)&fCAT=VEGRENDELETEK.

In anderen Fällen können die gewünschten Akten anhand der angegebenen Signatur (z. B. HU BFL - VII.6.e - 1943 – 045) in den Archivlesesaal bestellt werden. Unter eine Forschungsbeschränkung fallen die nach 1924 entstandenen Testamente, in denen Angaben von nachweislich minderjährigen Personen enthalten sind. Über das von der Datenbankstruktur und der Digitalisierung abgedeckte Archivmaterial können Sie sich hier informieren.

 

Archivstammzahl

Fonds-/Bestandsbezeichnung

Zeitlicher Umfang des in der Datenbank zu findenden Materialteils

Zeitlicher Umfang des digital recherchierbaren Materialteils

IV.1002.y.

Akten des Rates der Stadt Buda (Ofen). Testamente

1696-1873

1696-1873 (Vollständiger Bestand)

VII.2.f.

Budapester Königlicher Gerichtshof. Hinterlegungsangelegenheiten

1825-1895

[*Testamentsreihe (Reihe LV)]

1825-1895

(vollständig Reihe)

VII.6.e.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des I.-III. Bezirks. Bekannt gemachte Testamente

1896-1950

1896-1919

VII.7.d.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des IV. Bezirks. Bekannt gemachte Testamente

1896-1914

1896-1914

(Vollständiger Bestand)

VII.8.d.

B Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des V. Bezirks. Bekannt gemachte Testamente

1896-1914

1896-1914

(Vollständiger Bestand)

VII.9.d.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des VI. Bezirks. Bekannt gemachte Testamente

1896-1914

1896-1914

(Vollständiger Bestand)

VII.10.d.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des VII. Bezirks. Bekannt gemachte Testamente

1896-1914

1896-1914

(Vollständiger Bestand)

VII.11.d.

Akten des Budapester Königlichen Kreisgerichts des VIII.-X. Bezirks. Bekannt gemachte Testamente

1896-1914

1896-1914

(Vollständiger Bestand)

VII.12.e.

Akten des Budapester Zentralen Königlichen Kreisgerichts. Bekannt gemachte Testamente

1896-1952

1914-1918

VII.20.

Akten des Königliches Kreisgerichts von Budafok

1931-1956

 

 

Neben dem Landkartenbestand des Hauptstädtischen Archivs Budapest enthält die Datenbank auch Angaben über Landkarten von Budapest, die vor dem Jahre 2000 in Budapester öffentlichen Sammlungen zu finden waren. Die zum Bestand des Hauptstädtischen Archivs gehörenden Landkarten können größtenteils auch als Bild betrachtet werden. Die wichtigsten Landkarten sind auch als georeferierte Version abfragbar. Dies ermöglicht das gleichzeitige Studium des Zustands eines Ortes auf mehreren, zu unterschiedlichen Zeiten erstellten Landkarten. Mit Hilfe der Datenbank zur historischen Topografie Budapests kann auf dem vor 1873 bebauten Terrain der Stadt der Wandel der Identifikationsdaten der sich hier befindenden Grundstücke vom Ende des 17. Jahrhunderts bis in die Gegenwart verfolgt werden. Die topografischen Veränderungen können auch auf den georeferierten Landkarten betrachtet werden.

Die Datenbank der Landkarten enthält – über das aktuell recherchierbare Material des Landkartenarchivs des Hauptstädtischen Archivs Budapest hinaus – auch die Daten von Landkarten, die vor dem Jahr 2000 in Budapester öffentlichen Sammlungen zu finden waren und die sich auf Budapest und seine Vorgängersiedlungen beziehen. Ein Großteil der Landkarten des Hauptstädtischen Archivs kann in der Datenbank auch als digitale Aufnahme betrachtet werden. (Eine Ausnahme bilden vor allem jene Landkarten, deren Digitalisierung aus technischen Gründen oder aus Gründen des Bestandserhalts nicht möglich ist.) Über die im engeren Sinne verstandenen Landkarten hinaus sind hier auch sonstige Dokumente mit topografischem Charakter zu finden, darunter Ordnung- und Grundstücksteilungspläne sowie Lagepläne. Diese stammen in erster Linie aus dem Aktenbestand des Hauptstädtischen Rats für Öffentliche Arbeiten und des Planarchivs des Bürgermeisteramts. Die wichtigsten hauptstädtischen Landkarten sind auch als georeferierte Variante abrufbar. Dies ermöglicht es, den Zustand eines Ortes auf Landkarten, die zu unterschiedlichen Zeiten angefertigt wurden, zu studieren.

Jede Datengruppe entspricht jeweils einem Landkartenwerk, unabhängig davon, in wie vielen Sammlungen, Exemplaren und Versionen es registriert wurde. In der Datenbank kann nach den Angaben, die die Landkarte beschreiben (Gegenstand, Bezeichnung des dargestellten Gebiets, anfertigende Person/Personen, Jahr der Erstellung, Art der Landkarte und Archivsignatur), gesucht werden.

In der Landkartensammlung des Portals der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál Térkép gyűjteménye) (http://maps.hungaricana.hu/hu/) gibt es die Möglichkeit, zu browsen. Darüber hinaus sind die Daten auch in der Komplexen Datenbasis des Ungarischen Archivportals (Magyar Levéltári Portál Összetett Adatbázisa) sowie über den Elektronischen Aktensucher des Elektronischen Archivportals (Elektronikus Levéltári Portál) (https://www.eleveltar.hu/web/guest/publikus-SDB-kereso) zu erreichen.

Die Homepage MAPIRE (http://mapire.eu/hu/), die die historischen Landkarten des Habsburger Reiches enthält, verfügt über eine Anwendung zu den wichtigsten und detailliertesten alten Landkarten von Budapest vom 18. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Mit Hilfe der georeferierten Landkarten können wir die Veränderung der Stadt Schritt für Schritt verfolgen, und zwar zusammen mit zahlreichen Angeboten, die diese Veränderungen erlebnisartig vor Augen führen: das Aufeinander-Projizieren verschiedener damaliger und heutiger Landkarten, dreidimensionale Ansicht, Suche in der Ortsnamendatenbank von Google Maps sowie Flächen- und Entfernungsmessung. Wer die Entwicklung der Stadt oder eines ihrer Teile studieren will, der kann dies am einfachsten mit Hilfe dieser Möglichkeiten machen. Auf die Landkartendatenbank zuzugreifen lohnt sich in erster Linie dann, wenn wir uns für Landkarten mit besonderen inhaltlichen Informationen, geführte Landkarten und Ordnungspläne sowie für Landkarten, die ein kleineres Terrain mit lageplanartiger Genauigkeit darstellen, interessieren.

Es ist darauf zu achten, dass im Feld „Signatur/Kennzeichnung“ (jelzet/azonosító) der Landkartendatenbank in mehreren Suchsystemen die laufende Nummer der Landkarte, die sie in der Publikation „Katalog alter Budapester Landkarten“ (Budapest régi térképeinek katalógusa) erhielt, verwendet wird. Die genaue Signatur des Aufbewahrungsortes enthält das Feld „Ort der Aushebung“ (Kiemelés helye) im Portal der Öffentlichen Sammlungen und das Feld „Fallbeschreibung“ (Ügyleírás) im Ungarischen Archivportal. Beim Zitieren der Quelle und bei der Bestellung muss auf diese Bezug genommen werden. Bei der Aufzählung steht/stehen immer die Signatur/Signaturen mit dem Beginn „BFL“ an erster Stelle. Dabei handelt es sich um die Signatur/Signaturen der im Hauptstädtischen Archiv Budapest aufbewahrten Exemplare. Die nicht digitalisierten Landkarten können anhand dieser Signatur in den Archivlesesaal bestellt werden.

Die Datenbank zur historischen Topografie von Budapest enthält Angaben, die sich auf die historische Topografie vor 1873 bebauter oder parzellierter Bereiche – Burgviertel, Christinastadt, Innenstadt, Leopoldstadt, Theresiastadt, Elisabethstadt, Josephstadt und Franzensstadt – beziehen. Mit ihrer Hilfe kann die Veränderung der Identifikationsdaten der dort liegenden Grundstücke vom Ende des 17. Jahrhunderts bis in die Gegenwart verfolgt werden. In den Datengruppen der Datenbank sind die heutige Adresse (Straße, Hausnummer) der jeweiligen Immobilie und ihre Parzellennummer mit den früheren Identifikationsdaten der Immobilie (Grundstücksnummer, Hausnummer) verbunden. Der in der Komplexen Datenbank des Ungarischen Archivportals (Magyar Levéltári Portál Összetett Adatbázisa) publizierten Variante der Datenbank schließen sich georeferierte Stadtpläne, die zu verschiedenen Zeiten seit Anfang des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart angefertigt wurden, an. Von den topografischen Angaben gelangen wir mit Hilfe von verschiedenen Links zu den entsprechenden Punkten der Landkarte, die aus einer Liste ausgewählt werden können. Hierdurch können wir die Position einer heutigen Immobilie auf den alten Landkarten bestimmen. Bei der Version, die im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) zu erreichen ist, können wir anhand der Suche nach den Ortsnamen auf der Landkarte oder durch Navigation auf dieser die topografischen Datengruppen, die sich auf den ausgewählten Punkt beziehen, öffnen (http://archives.hungaricana.hu/hu/lear/map/topografia). An dieser Stelle können wir auch von den bei der Suche in der Datenbank gefundenen Datengruppen zu den Landkarten gelangen, dann können wir, indem wir zwischen den aus verschiedenen Epochen stammenden Landkarten wie „Schichten“ wählen, den ausgewählten Ort studieren.

In der Registratur des Hauptstädtischen Archivs Budapest stehen hinsichtlich der überwiegenden Mehrheit der erforschbaren Reihen der architektonischen Plansammlung postenmäßig aufgeschlüsselte Datengruppen zur Verfügung. In den Datenbanken der Plansammlung des Archivs, die auf verschiedenen Rechercheoberflächen publiziert wurden, können sämtliche Planblätter des Aktenensembles der Plansammlung der Städte Pest, Buda (Ofen) und Óbuda (Altofen) vor 1873 sowie die Mehrzahl des damit verbundenen Aktenmaterials eingesehen werden. Es können auch Angaben der Budaer (Ofener), der Óbudaer (Altofener) und der – nach 1861 entstandenen – Pester Pläne recherchiert werden. Die Baugenehmigungspläne aus der Zeit nach 1873 stehen vorläufig nur zu einem kleineren Teil als Datenbank zur Verfügung. Der wichtigste, im Hauptstädtischen Archiv aufbewahrte Architektennachlass ist die Plansammlung von Miklós Ybl. In dieser Datenbank, die mit digitalen Aufnahmen ausgestattet ist, kann bereits auf mehreren Oberflächen recherchiert werden.

In der Registratur des Hauptstädtischen Archivs stehen zur überwiegenden Mehrheit der erforschbaren Reihen der Plansammlung postenmäßig aufgeschlüsselte Datengruppen zur Verfügung. Diese Datengruppen beschreiben – abhängig vom Charakter der jeweiligen Reihe – entweder die eine oder andere Planungsaufgabe und Baumaßnahme oder sie beziehen sich auf das Planungs- und Aktenmaterial, das im Zuge eines längeren, mit einer Immobilie verbundenen Zeitraums entstand. Der Dateninhalt der Datengruppen kann sehr unterschiedlich sein. In gewissen Reihen wird eine detaillierte Beschreibung des Planungsmaterials vorgelegt, andere hingegen beinhalten nur die Grunddaten (Benennung des Gebäudes, einstige und heutige Adresse des Ortes und Entstehungsjahr des Plans).

Der Bestand der Baupläne für die vor der Vereinigung der Städte Pest, Buda (Ofen) und Óbuda (Altofen) im Jahre 1873 durchgeführten Bautätigkeiten wurde vollständig digitalisiert. Der Forschung stehen ausschließlich diese digitalen Kopien zur Verfügung. Das in modernen Sinne verstandene Baugenehmigungsverfahren entwickelte sich in Pest und Buda (Ofen) gleichermaßen in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, sodass wir seit dieser Zeit in größerer Zahl über die Pläne von privaten Gebäuden und über amtliche Akten, die sich auf ihre Errichtung beziehen, verfügen. Für Buda (Ofen) können wir die Pläne von privaten und öffentlichen Gebäuden in den Reihen der Baukommission (1810-1827) und der Verschönerungs- und Baukommission (1850-1873) ausfindig machen. Hinsichtlich Pest ist an erster Stelle die seit 1804 neben dem Stadtrat tätige Pester Städtische Verschönerungskommission zu erwähnen, die von Palatin Joseph zur Stadtentwicklung sowie zur Leitung der Stadtverschönerung und Stadtplanung ins Leben gerufen wurde. An ihre Stelle trat seit 1861 die Pester Städtische Baukommission. In Óbuda (Altofen) kam die Baukommission im Jahre 1861 als Organ des Stadtrats und unter dem Vorsitz des Stadthauptmanns zustande. Diese war bis zur Stadtvereinigung tätig. Alle aus der Zeit vor 1873 stammenden Baupläne des Hauptstädtischen Archivs und die Mehrzahl des mit ihnen verbundenen Aktenmaterials sind im Sucher der Elektronischen Akten des Elektronischen Archivportals (https://www.eleveltar.hu/web/guest/publikus-SDB-kereso) zu erreichen bzw. können (in Kenntnis der Signaturen) auf der Surfoberfläche des Suchsystems, das entsprechend der Archivhierarchie geordnet ist, durchgesehen werden (https://www.eleveltar.hu/bongeszo).

Die Erstellung der betreffenden Datenbanken wurde teils bereits abgeschlossen, teil ist sie noch im Gange. Die Informationen über die Baupläne der Städte Buda (Ofen) und Óbuda (Altofen) (XV.17.a und XV.17.c) sind in der Registratur des Hauptstädtischen Archivs Budapest (Query) veröffentlicht. Die Pläne können in der Datenbank nach den folgenden Informationen durchsucht werden: Bauträger, Stadtplaner, Jahr der Planung, Charakter der Baumaßnahme, frühere und heutige Adresse des Gebäudes sowie Grundstücksnummer bzw. Parzellennummer. Die digitalen Baupläne und die damit verbundenen Akten lassen sich – anhand der Signatur in der Registratur Query – im Elektronischen Archivportal (Elektronikus Levéltári Portál) finden. Die Dokumente zu den vor 1861 in Pest durchgeführten Baumaßnahmen (XV.17.b.311 – Pläne der Verschönerungskommission) sind noch nicht in einer Datenbank erfasst, die digitalen Kopien der Baupläne können anhand der damaligen Handbücher gleichfalls im Elektronischen Archivportal untersucht werden.

Die Datenbank, die die Pläne der in der Stadt Pest zwischen 1861 und 1873 durchgeführten Baumaßnahmen sowie das damit verbundene Aktenmaterial aufarbeitet (Pläne: XV.17.b.312, Akten: IV.1305), steht in der Archivaktensammlung des Portals der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) (http://archives.hungaricana.hu/hu/lear/), in der Komplexen Datenbasis des Ungarischen Archivportals (Magyar Levéltári Portál) sowie im Elektronischer Archivsucher des Elektronischen Archivportals (Elektronikus Levéltári Portál) (https://www.eleveltar.hu/web/guest/publikus-SDB-kereso) gleichermaßen zur Verfügung.

Die Datenbank enthält die Angaben von mehr als 11.000 Baugenehmigungsangelegenheiten, über die während der Tätigkeit der Pester Städtischen Baukommission verhandelt wurde. Damit verbunden sind nahezu 6.000 Konstruktionszeichnungen aus dieser Zeit und die digitalen Kopien der sich darauf beziehenden Kommissionsakten. Das mit einer jährlich neu beginnenden Nummerierung (laufende Nummer/Jahreszahl) geordnete und registrierte Plan- und Aktenmaterial enthält die eingereichten Genehmigungspläne, den Genehmigungsantrag sowie die Kommissions- und Ratsentscheidung. Unter den Genehmigungsplänen sind sowohl Dokumente zur Errichtung von Mietshäusern und öffentlichen Gebäuden als auch zum Bau von Industrieanlagen, provisorischen Gebäuden und kleineren Anbauten zu finden. In den niedergeschriebenen Daten kann nach der einstigen und heutigen Adresse des Orts der Baumaßnahme, der Grund- bzw. Parzellennummer, dem Namen des Bauherrn und des Architekten sowie nach dem Charakter des Gebäudes gesucht werden. Die georeferierten Pläne der Baukommission können auch mit Hilfe der Landkartenanwendung im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) (http://archives.hungaricana.hu/hu/lear/map/tervek) recherchiert werden: Indem man auf den katasterartigen Landkarten von Pest in den 1870er Jahren navigiert bzw. die topografischen Angaben sucht, können bezüglich der einzelnen Grundstücke die Daten der dort genehmigten Baumaßnahmen sowie die digitalen Aufnahmen der Pläne und Akten vergegenwärtigt werden.

Die Pläne der Baumaßnahmen, die in der Hauptstadt von der Stadtvereinigung bis zum Anfang der 2000er Jahre genehmigt wurden, sowie die diesbezüglichen Genehmigungsakten sind in der Plansammlung der Abteilungen für Bauangelegenheiten (XV.17.d.329) zu finden, und zwar in der Reihenfolge der gegenwärtigen Parzellennummern. Das Aktenensemble enthält – über die originalen Baupläne eines gegebenen Gebäudes hinaus – auch die Architekturpläne und die Pläne der Tragwerkskonstruktion späterer Umbauten, Erweiterungen, Abbrüche und Portalbauten. Mit der Schaffung von Groß-Budapest verwahrte die Bauplansammlung hinsichtlich der angeschlossenen Gebiete nur die nach dem Jahre 1950 entstandenen Pläne, die früheren Akten der Bautätigkeiten sind – eventuell – unter den Akten der Vorgängersiedlungen zu finden. Auch die datenbankmäßige Aufarbeitung dieses Aktenensembles hat begonnen. Gegenwärtig stehen die Angaben derjenigen Datensätze, deren Parzellennummer von 5.000 bis 7.500 reicht, zur Verfügung – zusammen mit den digitalen Kopien der aus historischer Sicht wichtigsten Bauplänen. Die Datenbank wurde im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) in der Archivaktensammlung (http://archives.hungaricana.hu/hu/lear/) und im Ungarischen Archivportal (Magyar Levéltári Portál) in der Komplexen Datenbasis veröffentlicht. Auf diesen Suchoberflächen erscheinen die Angaben über die Hauptbauphasen der jeweiligen Gebäude als gesonderte Datengruppen, dies bedeutet, dass zu einem Bauwerk charakteristischerweise mehrere Datengruppen gehören. In der Datenbank kann anhand der einstigen und heutigen Adresse des Bauorts, der Parzellenzahl, des Namen des Architekten, Bauherrn oder Bauträgers sowie des Gebäudetyps gesucht werden. Die Datengruppen der Datenbank enthalten darüber hinaus auch die Signaturen für die Genehmigungsakten hinsichtlich der einzelnen Bauphasen. Anhand dieser Signaturen können auch die mit den Bauplänen verbundenen Verwaltungsakten in den Archivlesesaal bestellt werden.

Das Hauptstädtische Archiv Budapest bewahrt die Sammlung der Baupläne von Miklós Ybl (1814-1891), eines der bedeutendsten ungarischen Architekten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, auf. Diese Sammlung bildet den größten Architektennachlass in Ungarn. Die Datenbasis, die im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) in der Archivaktensammlung (http://archives.hungaricana.hu/hu/lear/), im Ungarischen Archivportal (Magyar Levéltári Portál) in der Komplexen Datensammlung sowie im Elektronischen Archivportal (Elektronikus Levéltári Portál) im Sucher der Elektronischen Akten (https://www.eleveltar.hu/web/guest/publikus-SDB-kereso) erreichbar ist, bietet eine stückweise Beschreibung der nahezu 7.000 Planseiten des Ybl-Nachlasses. Die Datenbank enthält über den größten Teil des Bauplanmaterials auch digitale Aufnahmen. Davon sind nur jene Pläne ausgenommen, deren Digitalisierung aus technischen Gründen nicht zu lösen war. Die Datenbank liefert über jede einzelne Konstruktionszeichnung eine detaillierte Beschreibung und enthält zum einen sämtliche beschreibenden Angaben des gegebenen Blattes (Titel, Signum, Maße, Material und Technik), zum anderen eine Bestimmung des Gegenstands, des Ortes, des Zeitpunkts der Erstellung und der mit der jeweiligen Baumaßnahme verbundenen Personen sowie zudem auch die wichtigsten Angaben zur Fachliteratur.

Unter den Protokollen der führenden Gremien der Städte können gegenwärtig die digitalisierten Protokollbände der Sitzungen des Stadtrats von Buda (Ofen) aus der Zeit von 1687 bis 1831 sowie der Sitzungen des Pester Stadtrats aus den Jahren von 1866 bis 1815 gemäß dem Datum der Sitzung erforscht werden. Außerdem kann im Volltext der Protokolle der Sitzungen des Munizipalausschusses der Haupt- und Residenzstadt Budapest recherchiert werden.

Die Datenbank der Protokolle der Budaer (Ofener) und Pester Ratssitzungen vor der Stadtvereinigung enthält gegenwärtig die digitalisierten, größtenteils in deutscher, zu einem kleineren Teil in lateinischer Sprache abgefassten Protokolle des Stadtrats von Buda (Ofen) aus den Jahren von 1687 bis 1831 und des Pester Stadtrats aus der Zeit von 1688 bis 1815. Im Sinne der Privilegien der Jahre 1703 und 1711 wurden beide Städte von einem Inneren Rat regiert. An dessen Spitze stand in Buda (Ofen) ein Bürgermeister, in Pest anfänglich ein Richter, dann (seit 1773) ebenfalls ein Bürgermeister. Seine Mitglieder waren auf Lebenszeit gewählte Räte. Der Rat hielt anfänglich seltener, seit 1767 wöchentlich dreimal und im 19. Jahrhundert nahezu täglich Sitzungen ab. Auf diesen wurden alle wichtigen, das Leben der Stadt berührenden Fragen verhandelt, angefangen von den Verordnungen, die seitens der höheren Behörden eintrafen, über Gerichtsangelegenheiten, die Aufnahme neuer Bürger und die Deposition von Testamenten bis hin zu gerichtlichen Zwangsvollstreckungen und Grundbuchangelegenheiten usw. Anfänglich wurden nur über die wichtigsten Angelegenheiten Aufzeichnungen angefertigt, seit Ende des 18. Jahrhunderts wurden dann alle Vorlagen und die Schritte zu ihrer Erledigung schriftlich festgehalten. Dementsprechend ist dieses Aktenensemble eines der wichtigsten Dokumente der Stadtgeschichte, wobei es gewissermaßen den jeweiligen Tagesstand widerspiegelnde Informationen über das politische und wirtschaftliche Leben der Stadt liefert.

In der Datenbank kann für die jeweilige Stadt und gemäß dem Datum recherchiert und gesurft werden. Die digitalen Aufnahmen der Protokolle können bei den Datengruppen der einzelnen Zeitpunkte (Datum) auch im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) und in der Komplexen Datenbank des Ungarischen Archivportals (Magyar Levéltári Portál) erreicht werden. (Um die Bilder betrachten zu können, ist es notwendig, das Hilfsprogramm „AAGISView“ zu installieren.)

Die Datenbank der Protokolle der Vollversammlung des Munizipalausschusses der (Residenz- und) Hauptstadt Budapest enthält für die Jahre von 1873 bis 1881 den Titel der Tagesordnungspunkte der Protokolle, für den anschließenden Zeitraum bis 1949 verweist sie auf deren Nummer. Aus den bis 1881 handschriftlich verfassten Protokollen haben wir transkribierte, anschließend gedruckte Dokumente in zweischichtigem PDF-Format mit Buchstabenerkennung digitalisiert. Dementsprechend kann nicht nur zwischen den Tagesordnungspunkten gesurft werden, sondern im gesamten Text recherchiert werden. Die Quelle liefert die unterschiedlichsten Informationen zur Stadtpolitik, zu repräsentativen und/oder politischen Handlungen, zum lokalen Vollzug der Gesetze und Ministerverordnungen, zur Schaffung von städtischen Verordnungen sowie zur Stadtordnung und Bebauung von Budapest, zur Entwicklung seiner Infrastruktur, zu den hauptstädtischen Finanzangelegenheiten, zur Sozialpolitik und zu individuellen (persönlichen) Angelegenheiten. Vor 1930 gelangte fast jede wichtigere Angelegenheit der hauptstädtischen Selbstverwaltung, die eine Entscheidung erforderte, vor die Vollversammlung, nach 1930 war der Kompetenzbereich des Gremiums viel stärker eingeschränkt, sodass sich auch der Inhalt der Protokolle entsprechend änderte.

Die Protokolle enthalten eine kurze Zusammenfassung des Tagesordnungspunktes und den Wortlaut des getroffenen Beschlusses. Die Journale, die den Wortlaut der Vorlagen und den Ablauf der Diskussion in der Vollversammlung widerspiegeln, wurden seit 1890 im Hauptstädtischen Amtsblatt (Fővárosi Közlöny) veröffentlicht. Ihre digitalisierte Variante ist gegenwärtig in der Digitalen Wissenschaftssammlung Arcanum (Arcanum Digitális Tudomány) oder im Archivlesesaal zugänglich.

Die Version der Vollversammlungsprotokolle, bei denen eine Volltextrecherche durchgeführt werden kann, ist zu finden im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál), Bibliothek der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Könyvtár), in der Datenbank http://library.hungaricana.hu/hu/ unter den Veröffentlichungen des Hauptstädtischen Archivs Budapest sowie im Ungarischen Archivportal (Magyar Levéltári Portál) über den Gemeinsamen Archivsucher. (Zur Betrachtung der Bilder ist es notwendig, das Hilfsprogramm „AAGISView“ zu installieren.)

 

Archivstammzahl

Fonds-/Reihenbezeichnung

Zeitlicher Umfang des in der Datenbank zu findenden Materialteils

Zeitlicher Umfang des digital recherchierbaren Materialteils

XV.17.a.301

Pläne der freien königlichen Hauptstadt Buda (Ofen), Baukommission (Baucomission)

1810-1834

1810–1834 (vollständige Reihe)

XV.17.a.302

Pläne der freien königlichen Hauptstadt Buda (Ofen) Verschönerungs- und Baukommission (BMT)

1850-1873

1850-1873

(vollständige Reihe)

XV.17.a.303

Pläne der freien königlichen Hauptstadt Buda (Ofen), aus den Akten des Rats ausgehobene Pläne (BT)

1853–1874

1853-1874

(vollständige Reihe)

XV.17.b.311

Pläne der freien königlichen Stadt Pest, Verschönerungskommission (SzB, SzBK)

1804-1861

1804-1861

(vollständige Reihe)

XV.17.b.312

Pläne der freien königlichen Stadt Pest, Baukommission (ÉB)

1861-1873

1861-1873

(vollständige Reihe)

XV.17.c.321.

Pläne des Marktflecken Óbuda (Altofen) (ÓB)

1861-1873

1861-1873

(vollständige Reihe)

XV.17.d.329

Pläne der (Residenz- und) Hauptstadt Budapest, Plansammlung der Abteilungen für Bauangelegenheiten

Hinsichtlich der Grundstücksnummern 5000-7500: 1873-2006

 

XV.17.f.331.b

Architekten-, Unternehmer-, Unternehmens- und Investorenpläne. Nachlass Miklós Ybl, Pläne

1844-1891

1844-1891

(vollständige Unterreihe)

 

Die Bürger von Buda (Ofen) und Pest in den Jahren von 1686 bis 1848. Die Amtsträger des Marktflecken Óbuda (Altofen). Wählerverzeichnisse. Personalangelegenheiten von Unternehmen (Csepel-Werke)

Die Bürger von Buda (Ofen) und Pest von 1686 bis 1848. Die Datengruppen der Datenbank halten die Angaben über die Aufnahme in den Bürgerstand im jeweiligen Zeitraum fest. Neben den Namen von 8.893 Pester und 7.646 Budaer (Ofener) Familienoberhäuptern enthalten sie die damalige und vereinheitlichte heutige Bezeichnung der eingetragenen Beschäftigung zur Zeit der Erringung des Bürgerrechts, den damaligen Namen des Herkunftsortes und seine heutige Entsprechung, seine Lagebestimmung (Land, Komitat, Provinz), den Familienstand der Person und ihre Religion, den Zeitpunkt des Erwerbs des Bürgerrechts und die dafür bezahlte Summe. Das Feld „Bemerkung“ (Megjegyzés) verweist auf fallweise gegebene oder seitdem erschlossene Angaben hinsichtlich des gesellschaftlichen Stands der betreffenden Person, ihrer Herkunft und ihres Ranges. Die Daten sind im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) unter:

http://archives.hungaricana.hu/hu/archontologia/

oder im Bereich Archontologie, Namensverzeichnisse des Ungarischen Archivportals (Magyar Levéltári Portál) unter:

http://www.archivportal.arcanum.hu/archon/opt/a101019.htm?v=pdf&a=start

zu erreichen.

 

Die Amtsträger des Marktflecken Óbuda (Altofen) bis 1873. Die Datenbank enthält die Namen der Bürger von Óbuda (Altofen), die ein offizielle Funktion wahrnahmen oder ein Amt bekleideten, ihre Namensvarianten, ihren Geburtsort und den Zeitpunkt ihrer Geburt und ihres Ablebens sowie – soweit aus den Personenstandsregistern entnehmbar – ihre Religion, ihren Beruf, die Bezeichnung der Funktion bzw. des Amts und den Zeitraum ihrer Tätigkeit. Aus diesen Daten kann zum einen eine Namensliste der einzelnen Personen mit Funktionen und Ämtern in zeitlicher Reihenfolge – vom Zustandekommen der Funktion bzw. der Gründung des Amts für die Zeit ihrer bzw. seiner Existenz – zusammengestellt und zum anderen die individuelle Amtslaufbahn von etwa 1.400 Bewohnern Óbudas (Ofens) rekonstruiert werden.

Die Daten sind im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) unter:

http://archives.hungaricana.hu/hu/archontologia/

oder im Bereich Archontologie, Namensverzeichnisse des Ungarischen Archivportals (Magyar Levéltári Portál) unter:

http://www.archivportal.arcanum.hu/archon/opt/a101019.htm?v=pdf&a=start

zu erreichen.

Wählerverzeichnisse. Für die Bevölkerung in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen und der Nachkriegszeit sind keine regulären Verzeichnisse erhalten geblieben, die damalig Wohnortregister wurden zerstört. Das Material der Volkszählungen wurde nach seiner Auswertung vernichtet, lediglich die Wohnungslisten der Volkszählung des Jahres 1941 und der Bevölkerungsregistrierung vom März 1945 sind erhalten geblieben. Darüber hinaus bedeuten nur die Wählerverzeichnisse ein umfassendes nominelles Quellenmaterial in Hinblick auf die damalige Bevölkerung. Die Datenbasis, die ständig erweitert wird, enthält gegenwärtig die Daten der Wähler des I. Bezirks aus dem Jahre 1945: In den Namensregistern sind Name, Geburtsort und Geburtsdatum, Beruf und Adresse der Wähler aufgeführt.

Die Daten sind im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) unter:

http://archives.hungaricana.hu/hu/archontologia

oder im Bereich Archontologie, Namensverzeichnisse des Ungarischen Archivportals (Magyar Levéltári Portál) unter:

http://www.archivportal.arcanum.hu/archon/opt/a101019.htm?v=pdf&a=start

erreichbar.

Auch die sich auf sie beziehende Seite des digitalisierten Namensverzeichnisses kann eingesehen werden. (Um die Bilder betrachten zu können, ist es notwendig, das Hilfsprogramm „AAGISView“ zu installieren.)

In der Archivregistratur sind die Daten der Wähler aus der Király-Straße im VI. bzw. VII. Bezirk, die in den erhalten gebliebenen Namensverzeichnissen der Jahre von 1935 bis 1954 aufgeführt sind, zu finden.

Die Datenbank der Personalangelegenheiten von Unternehmen wird mit der Aufarbeitung eines einzigen Archivfonds, der Personalakten der Csepel-Werke (XXIX. 2001.) bzw. der Personaldossiers der Angestellten aus den Jahren von 1906 bis 1956, in Angriff genommen. Die Daten zur Personenidentifizierung sichern den Zugang zu einem – mittelbar – außerordentlich wertvollen Aktenmaterial, das Auszüge aus dem Personenstandsregister, Schulzeugnisse zum Nachweis des Schulabschlusses, fachliche Lebensläufe, Nachweise über den Gesundheitszustand, verschiedene Arbeitszeugnisse und fallweise Fotografien und private Korrespondenz enthält. 5.000 Datengruppen wurden bereits erarbeitet. (Die Aufarbeitung der deponierten Akten in alphabetischer Reihenfolge ist gegenwärtig beim Buchstaben H angekommen.)

Die Daten sind nur über die Archivregistratur verfügbar. Die einzelnen persönlichen Fälle können anhand der Archivsignatur der Datengruppen (z. B. HU_BFL_XXIX_2001_Horeni Angela) bestellt werden.

 

Die Datenbank der Schulregister stellt die Angaben zu den Schülern mit Abitur und die Ergebnisse der Abiturprüfungen vor, und zwar hinsichtlich des Zeitraums von 1892 bis 1911. Die Abiturprotokolle einzelner Schulen sind ebenso aufgearbeitet wie die darüber angefertigten Duplikate, die von den Schulen an die Budapester Generaldirektion der Unterrichtsbezirke geschickt wurden.

Die Datengruppen, die in der Archivregistratur zu finden sind, geben die Eintragungen der Abiturprotokolle zusammen mit den Angaben zu den Abiturprüfungen und zu den Schülern wider. Um die Benutzung der Datenbank mit ihrer thematischen, auch ähnliches Material anderer Archive umfassenden und um weitere Felder – mit den aus den Klassenpersonenstandsregistern gewonnenen Angaben über den Erziehungsberechtigten (Vater, Vormund) – ergänzten Version kann im Archivlesesaal ersucht werden. In der Datenbank, die in die Registratur aufgenommen wurde, werden die persönlichen Daten und Prüfungsergebnisse von mehr als 16.000 Abiturienten festgehalten.

Unverzichtbare Quellen zur Erforschung der Stadt Budapest in der Epoche des Sozialismus sind die Protokolle der hauptstädtischen MDP- und MSZMP-Führungsgremien. Diese wurden bereits digitalisiert und können als PDF-Bestände mit Hilfe des Tagesordnungsverzeichnisses der jeweiligen Sitzungen erschossen werden. Die Räte- und Parteiarchontologie bietet einen Überblick über die Räte- und Parteifunktionäre von Budapest in der Epoche des Sozialismus. Gegenwärtig können die Daten der Leiter und wichtigsten Funktionäre des Hauptstädtischen Rats, der Bezirksräte des I., II., III., IV., V., VI. und VII. Bezirks bzw. des Budapester Ausschusses der MDP und der MSZMP sowie der Bezirksparteiausschüsse des I., II., III., IV. und V. Bezirks in der Datenbank abgefragt werden.

Protokolle der Hauptstädtischen Führungsgremien der MDP und MSZMP

In den Jahren von 1948 bis 1990 wurden alle wesentlichen politischen Entscheidungen in den Führungsgremien der Staatspartei getroffen. Zwar erfolgte die Beschlussfassung auf staatlicher Ebene im engsten Kreis der obersten Führung, in den Angelegenheiten, die zu ihrem Zuständigkeitsbereich gehörten, verfügten aber auch die örtlichen Führungsgremien – darunter die Budapester Ausschüsse der MDP und der MSZMP – über eine beträchtliche Selbstständigkeit. Deshalb fallen auch die Protokolle über die Sitzungen dieser Führungsgremien in die Gruppe der wertvollen Quellen der Epoche. Diejenigen, die sich mit der Geschichte der Hauptstadt in der Epoche des Sozialismus beschäftigen, dürfen nicht darauf verzichten, das Aktenmaterial dieser Gremien zu studieren. Reichhaltiges Material finden aber auch diejenigen Forscher, die sich mit den ungarnweiten Ereignissen in der erwähnten Epoche befassen.

Die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe für Parteiakten des Hauptstädtischen Archivs Budapest fertigten von 2006 bis 2010 Tagesordnungsverzeichnisse zu den Protokollen der einzelnen Sitzungen an. Diese wurden in vier Bänden veröffentlicht. Die Geschichte der hauptstädtischen Organisation der MSZMP wird außerdem in folgender Studie zusammengefasst: Péter Gerhard – Gábor Koltai – Zsófia V. László – Attila Rácz: A Magyar Szocialista Munkáspárt fővárosi vezetése 1957–1989 között. A párt szervezete és tisztségviselőinek archontológiája [Die hauptstädtische Führung der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei von 1957 bis 1989. Organisation der Partei und Archontologie ihrer Funktionäre]. In: Levéltári Közlemények 83 (2012), H. 1, S. 211-293.

Mit Hilfe der Arcanum Kft. (GmbH) und unterstützt durch den ungarischen Nationalen Forschungsfonds (NKA) erfolgte in den Jahre von 2007 bis 2010 die Digitalisierung des folgenden, mehr als 121.000 Seiten umfassenden Aktenmaterials der hauptstädtischen Führungsgremien von MDP und MSZMP:

 

Signatur

Gegenstand

Jahre

Seitenzahl

HU BFL XXXV.1.a.1.

Protokolle des Budapester Provisorischen Verwaltungsausschusses der MSZMP

1956-1957

729

HU BFL XXXV.1.a.2.

Protokolle der Budapester Parteikonferenz der MSZMP

1957-1989

5.872

HU BFL XXXV.1.a.3.

Protokolle des Budapester Parteiausschusses der MSZMP

1956-1989

16.033

HU BFL XXXV.1.a.4.

Protokolle des Budapester Exekutivausschusses des MSZMP

1957-1989

67.564

HU BFL XXXV.95.a. 1–4. őe.

Protokolle der Budapester Parteikonferenz der MDP

1950-1954

1.128

HU BFL XXXV.95.a. 5–11. őe.

Protokolle des Budapester Parteiausschusses (bis 1954 Parteikomitees) der MDP

1948-1955

1.789

HU BFL XXXV.95.a. 12–131. őe.

Protokolle des Budapester Exekutivausschusses (bis 1954 Parteiausschusses) der MDP

1948-1956

25.118

HU BFL XXXV.95.a. 132–143. őe.

Protokolle des Budapester Sekretariat der MDP

1948-1954

2.987

 

Insgesamt:

1948-1989

121.220

Die Digitalisierung der Protokolle erfolgte als sogenannte zweischichtige PDFs. Die einzelnen Bestände wurden mit dem OCR-Verfahren eingelesen. Dieses Verfahren stellt sicher, dass in den digitalisierten Texten eine Vollsuche erfolgen kann. Die angefertigten Tagesordnungsverzeichnisse dienen als Inhaltsübersicht der Sitzungen.

Die digitalisierten Bestände sind im Ungarischen Archivportal (Magyar Levéltári Portál) unter der Adresse http://archivportal.arcanum.hu/mszmp bzw. im Portal der Öffentlichen Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) auf der Seite http://library.hungaricana.hu/hu/collection/partiratok_budapest erreichbar. Für die Forschungsarbeit empfohlener Ort ist das Ungarische Archivportal, denn hier sind auch die Tagesordnungspunkte der einzelnen Sitzungen mittels Seitenzahlen-Links im Tagesordnungsverzeichnis, das als Vorderseite der digitalisierten Seiten dient, unmittelbar aufrufbar.

In den publizierten Protokollen sind jene Seiten, die unter Datenschutzbeschränkungen fallen, nicht enthalten. Diese können aber mit einem Unterstützungsschreiben im Archivlesesaal des Hauptstädtischen Archivs Budapest eingesehen werden. Alternativ können Forscher, die über ein Unterstützungsschreiben verfügen, darum ersuchen, dass ihnen die entsprechenden Protokollinhalte auf einem Speicherplatz im Elektronischen Archivportal (Elektronikus Levéltári Portál; www.eleveltar.hu) zur Verfügung gestellt werden.

Räte- und Parteiarchontologie

Die fehlende Erschließung derjenigen Personen, die am politischen Leben der sozialistischen Epoche teilnahmen, bildete lange Zeit ein großes Manko für die ungarischen Geschichtswissenschaft. In den Jahren von 1990 bis 2000 gelang es zwar, die Mitglieder der zentralen Führungsgremien der MDP und der MSZMP zu verzeichnen, ein Namensverzeichnis der Funktionäre der Räte- und Parteiorgane auf Komitats- bzw. Hauptstadtebene stand den Forschern aber nicht zur Verfügung. Ein 2012 begonnenes Forschungsprojekt des Hauptstädtischen Archivs Budapest, das sich die Erstellung einer Archontologie der Funktionäre der Budapester (hauptstädtischen und Bezirks-) Räte- bzw. Parteiorgane zum Ziel gesetzt hat, hat damit begonnen, dieses Defizit zu verringern.

Mit Unterstützung des Nationalen Forschungsfonds (NKA) erstellten wir in den Jahren von 2012 bis 2014 eine Archontologie der Leiter und wichtigsten Funktionäre des Budapester Hauptstädtischen Rats, der Bezirksräte des I., II., III., IV., V., VI. und VIII. Budapester Bezirks bzw. des Budapester Parteiausschusses der MDP und der MSZMP sowie der Bezirksparteiausschüsse des I., II., III., IV. und V. Bezirks. In die Datenbank wurden folgende Funktionen aufgenommen:

Parteiführer: Erste Sekretäre, Sekretäre, Mitglieder des Exekutivausschusses, Mitglieder des Revisionsausschusses, Mitglieder des Disziplinarausschusses und Mitglieder des Parteiausschusses (zum Zeitpunkt der konstituierenden Sitzung).

Räteleiter: Ratsleiter (Vorsitzender des Exekutivausschusses), stellvertretende Ratsleiter (stellvertretende Vorsitzende des Exekutivausschusses), Sekretäre und Mitglieder des Exekutivausschusses, Abteilungsleiter und Ratsmitglieder (zum Zeitpunkt der konstituierenden Sitzung).

Die Datenbank enthält die folgenden Angaben:

  • Namensangaben des Funktionärs (Familienname, Vorname, Geburtsname)
  • Benennung des Amts ( Funktion, Name des Organs oder der Institution)
  • Datum der Ernennung und Abberufung (Anfangs- und Enddatum)
  • Genaues Zeitintervall der Bekleidung der Position (Datum der Ernennung und Abberufung bzw. Geltungsdauer)
  • Angaben zur Identifizierung der folgenden Funktion (folgende Arbeitsstelle/ folgendes Amt, folgende Funktion, Grund des Ausscheidens)
  • Sich auf die Person beziehende Archivdaten.

Die bisher fertiggestellte, 12.325 Datengruppen umfassende Datenbank ist im Portal der Öffentliche Sammlungen (Közgyűjteményi Portál) unter der Adresse http://archives.hungaricana.hu/hu/archontologia/search/results/?query=DB%3DTANPART

sowie im Ungarischen Archivportal (Magyar Levéltári Portál) auf der Seite http://www.archivportal.arcanum.hu/archon zu erreichen. Der für die Forschungsarbeit empfohlene Ort ist das Portal der Öffentliche Sammlungen. Dort kann man auch in der Datenbank surfen und suchen. Klickt man auf den Namen eines der Funktionäre, dann erscheint – soweit eruiert – die hauptstädtische Karriere der jeweiligen Person in der Ära des Sozialismus.

Die in der Datenbank verzeichneten Personen werden in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt. Auf diese Weise wird ihre Bewegung innerhalb der Hierarchie für den Forscher viel durchsichtiger. In unserer Datenbank haben wir die Angaben der Ernennung und Abberufung gemäß der Ordnung, die in den Satzungen der Räte- und Parteiorganisationen festgelegt war, aufgenommen. Hiervon weichen wir nur ab, wenn wir über die betreffende Person keine wesentlichen Informationen an der entsprechenden Stelle der Satzung gefunden haben.

Die Datenbank der Fotoalben von György Klösz enthält digitalisierte Kopien von Fotografien von Städten, Schlössern, Gebäuden und Gegenständen, die György Klösz (Darmstadt/Hessen, 1844 – Budapest, 1913), eine der bekanntesten Gestalten der frühen ungarischen Fotografie, zwischen 1875 und 1913 anfertigte, sowie eine Beschreibung dieser Fotografien. Die Ansichtskarten-Datenbank des Hauptstädtischen Archivs Budapest hat eine Datenbank, die die Darstellung von mehr als 1.300 Ansichtskarten enthält, veröffentlicht. Auf den digitalisierten Ansichtskarten, die von privaten Sammlern stammen, kann der Wandel des Erscheinungsbildes der ungarischen Hauptstadt von den 1880er Jahren bis in die 1960er Jahre hinein verfolgt werden.

Fotoalben von György Klösz. Die Datenbank enthält digitalisierte Kopien von Fotografien von Städten, Schlössern, Gebäuden und Gegenständen, die György Klösz (Darmstadt/Hessen, 1844 – Budapest, 1913), eine der bekanntesten Gestalten der frühen ungarischen Fotografie, zwischen 1875 und 1913 anfertigte, sowie eine Beschreibung dieser Fotografien. Die Aufnahmen können gegenwärtig alleine in der Komplexen Datenbank des Ungarischen Archivportals (Magyar Levéltári Portál Összetett Adatbázisa) abgefragt werden, während die neueste, präzisierte Version der Datenbank, die Signaturen und Bestimmungen enthält, als Teil des Fonds- und Bestandsverzeichnisses des Hauptstädtischen Archivs Budapest zugänglich ist. (Im Falle einer Bestellung von Kopien oder eines Verweises sind die Signaturen der letzteren Datenbank zu verwenden.) Die Aufnahmen, die unter dem Gesichtspunkt der Budapester Stadtgeschichte bedeutendere öffentliche Plätze und Gebäude der Hauptstadt gegen Ende des 19. Jahrhunderts vorstellen, sowie die Fotoreihen, die einige bedeutende Veranstaltungen der Epoche, darunter die Millenniumsausstellung und die Beerdigung von Lajos Kossuth, verewigen, haben einen herausragenden Quellenwert. Ein ähnlich großes Interesse können Aufnahmen verzeichnen, die Schlösser (sowie ihre Interieure und die zu den Schlössern gehörenden Parks) des einstigen Ungarn festhalten. In den die einzelnen Aufnahmen beschreibenden Datengruppen haben wir neben den ursprünglichen Titeln der Bilder auch die sogenannten vereinheitlichten Titel aufgeführt. Letztere liefern eine genaue inhaltliche Beschreibung der dargestellten Objekte. Die Datenbankgruppen enthalten darüber hinaus auch eine Bestimmung des Aufnahmeorts (Siedlung, Bezirk, früherer und heutiger Straßenname) und des Aufnahmezeitpunkts.

Ansichtskarten-Datenbank. Auf den digitalisierten, aus Privatsammlungen stammenden Ansichtskarten, die in der Datenbank, die im Sucherfeld der Elektronischen Akten des Elektronischen Archivportals (Elektronikus Levéltári Portál) (https://www.eleveltar.hu/web/guest/publikus-SDB-kereso) erreichbar ist, veröffentlicht wurden, kann der Wandel des Erscheinungsbildes der ungarischen Hauptstadt von den 1880er Jahren bis einschließlich der 1960er Jahre verfolgt werden. Auf diesen bebilderten Postkarten finden wir öffentliche und private Gebäude, Kirchen, Schulen, Theater, Bäder, Hotels, Parks, öffentliche Plätze und Statuen auf öffentlichen Plätzen sowie bedeutende zeitgenössische Ereignisse. Im Falle der meisten Karten wurden auch die Rückseiten digitalisiert, weil diese wertvolle Informationen über die Epoche vermitteln. Neben Schwarz-Weiß-Bildern sind auch Postkarten, die mit verschiedenen drucktechnischen Verfahren hergestellt wurden, zu finden. In den Datengruppen der Datenbasis, die die Beschreibung von mehr als 1.300 Ansichtskarten enthält, wurden neben den ursprünglichen Titeln der Ansichtskarten auch die sogenannten vereinheitlichten Titel aufgeführt. Diese liefern eine exakte inhaltliche Beschreibung des dargestellten Objekts. Die Datenbank enthält darüber hinaus auch den Aufnahmeort (Bezirk, früherer und heutiger Straßenname), den Aufnahmezeitpunkt sowie das Datum des Stempels.

 

Archivstammzahl

Fonds-/Reihenbezeichnung

Zeitlicher Umfang des in der Datenbank zu findenden Materialteils

Zeitlicher Umfang des digital recherchierbaren Materialteils

XV.19.d.1

Digitale Fotos, digitale Kopien der Fotoalben von György Klösz

1875-1913

1875-1913

(vollständige Reihe)

XV.19.d.2.a

Digitale Fotos, Ansichtskartensammlung von István Gyökér

1890-1940

1890-1940

(vollständige Unterreihe)

XV.19.d.2.b

Digitale Fotos, Ansichtskartensammlung von Zsolt Nagy

1890-1960

1890-1960

(vollständige Unterreihe)

XV.19.d.2.c

Digitale Fotos, Ansichtskartensammlung von Tibor Szentirmay

1890-1950

1890-1950

(vollständige Unterreihe)

XV.19.d.2.d

Digitale Fotos, Ansichtskartensammlung von Zsolt Somogyi

1890-1960

1890-1960

(vollständige Unterreihe)

 

Es handelt sich hier um Datenbanken, die Quellen umfassen, die sich auf einzelne Themen beziehen und in verschiedenen Aktenbänden sowie an verschiedenen Aufbewahrungsorten zu finden sind, nämlich Quellen zur Geschichte der Budapester Vereine und Quellen zur Geschichte von Budapest im Mittelalter.

Budapester Vereine. Die Vereinsregistratur und Statutensammlung der Haupt- und Residenzstadt Budapest wurde während der Belagerung der Hauptstadt im Jahre 1945 zerstört, sodass das Archiv nur die Statutensammlung der Jahre von 1945 bis 1950 sowie die Sammlung der Statuten der Städte und Gemeinden, die 1950 an Budapest angeschlossen wurden, aufbewahrt. Der Großteil der sich auf die Vereine beziehenden Informationen sind in verschiedenen Sammlungen von Verwaltungsakten der Hauptstadt, der Bezirke und der bis 1950 selbstständigen Vororte und Gemeinden zu finden und können gegenwärtig nur durch lange und mühevolle Arbeit erschlossen werden. Das Ziel der Datenbank der Budapester Vereine ist es zum einen, ein möglichst vollständiges Verzeichnis der damaligen Vereine zusammenzustellen und die sich auf sie beziehenden Grunddaten zugänglich zu machen, zum anderen, dass der Interessierte auch zu den Akten, die sich auf diese Vereine beziehen und in verschiedenen Archivfonds zu finden sind, geführt wird. Als ersten Schritt haben wir die verschiedenen, erhalten gebliebenen Vereinsregister (die die 1945 vernichtete Statuten- und Stammbüchersammlungen aus der Zeit vor 1945 nur teilweise ersetzen können) vollständig aufgearbeitet, und zwar ergänzt durch Angaben, die in der grundlegenden Arbeit von Sándor Dobrovits, Budapest egyesületei [Die Vereine von Budapest] (Statistisches Amt der Haupt- und Residenzstadt Budapest). Budapest 1936 veröffentlicht wurden. Unter den Angelegenheiten mit Vereinsbezug, die in den Verwaltungsakten verborgen sind, spielen Vereinsangelegenheiten, die sich gegenwärtig in den Akten der Jahre 1873 bis 1875 des Zentralarchivs für Ratsangelegenheiten der Haupt- und Residenzstadt Budapest und in der Politischen Schriftensammlung befinden, eine Rolle. Die Datenbank gründet auf dem Prinzip „ein Verein – eine Datengruppe“. Bei den einzelnen Vereinen geben wir die Signaturen der sich auf sie beziehenden Akten an.

 

Archivstammzahl

Fonds-/Reihenbezeichnung

Zeitlicher Umfang des in der Datenbank zu findenden Materialteils

Zeitlicher Umfang des digital recherchierbaren Materialteils

IV.1407.b

Ratsakten der Haupt- und Residenzstadt Budapest. Zentralarchiv für Räteangelegenheiten

1873-1875

 

IV.1409.k

Akten des Bürgermeisters der Haupt- und Residenzstadt Budapest. Vereinsregister und Vereinsakten, 1945-1954

vollständig

 

IV.1427

Archivsammlung der Statuten der Vereine, die in den gemäß Gesetz Nr. XXVI des Jahres 1949 an Budapest angeschlossenen Städten und Gemeinden tätig waren, 1878-1949.

vollständig

 

IV.1429

Archivsammlung der Vereinsstatuten der Haupt- und Residenzstadt Budapest, 1945-1952

vollständig

 

IV.1471.e

Vereins- und Geschäftsregister des Vorstands des II. Bezirks der Haupt- und Residenzstadt Budapest, Bd. 12-14: Vereinsregister, 1928–1949

vollständig

 

IV.1473.a

Allgemeine Akten des Bezirksvorstands des IV. Bezirks der Haupt- und Residenzstadt Budapest. Karton 475-485, 5631/Verwaltungskennzeichen 1–680, Akten zur Auflösung hauptstädtischer Vereine

vollständig

 

IV.1473.b

Akten zur Gewerbe-, Lehrlings- und Vereinsregistrierung des Bezirksvorstands des IV. Bezirks der Haupt- und Residenzstadt Budapest. Bd. 63-64: Vereinsregister 1935-1949

vollständig

 

IV.1474.c

Gewerbe- und Vereinsregister des Bezirksvorstands des V. Bezirks der Haupt- und Residenzstadt Budapest. Bd. 50: Vereinsregister 1926-1948

vollständig

 

IV.1475.f

Akten zur Vereinsregistrierung des Bezirksvorstands des IV. Bezirks der Haupt- und Residenzstadt Budapest, 1911-1943, Karton 1-4

vollständig

 

IV.1476.b

Gewerbe-, Arbeits- und Vereinsregister des Bezirksvorstands des VII. Bezirks der Haupt- und Residenzstadt Budapest, Bd. 83-83: Vereinsregister 1936-1949

vollständig

 

IV.1502

Akten des Außerschulischen Volksbildungsausschusses der Haupt- und Residenzstadt Budapest, Karton 190: Datenmitteilungen der Hauptstädtischen Kulturvereine

vollständig

 

IV.1428

Sammlung Politischer Akten, Karton 32-40 und 54-66: Akten der Räte-, später Bürgermeisterabteilung IX und Akten der Bezirksvorstände 1878-1947

vollständig

 

 

Die Datenbank ist im Ungarischen Archivportal (Magyar Levéltári Portálon) erreichbar. (Die gemeinsame Suche erstreckt sich nicht hierauf.):

http://archivportal.arcanum.hu/egyesuleti/opt/a140907.htm?v=pdf&a=start

 

Quellen zur mittelalterlichen Geschichte Budapests. Die nicht fertiggestellte bzw. sich im Aufbau befindende Datenbank enthält die Daten von gegenwärtig mehr als 4.000 – nicht im Hauptstädtischen Archiv Budapest aufbewahrten – Urkunden aus der Zeit vor 1526. Unter diesen ist das Material, das sich auf die Arpaden-Zeit bezieht, am vollständigsten. Da es das Ziel war, eine möglichst komplette Sammlung anzulegen, sind darin auch Urkunden enthalten, die nur hinsichtlich ihres Entstehungsortes einen Bezug zu Budapest haben, sowie Urkunden des Ofener Domkapitels, die im Zuge seiner Tätigkeit als Beglaubigungsstelle ausgegeben wurden. Die Grunddaten der Urkunden können recherchiert werden, nämlich heutige und frühere Signaturen, Zeitpunkt der Entstehung, Aussteller, Beglaubigung und Art und Weise der Überlieferung. Über diese Daten hinaus werden Angaben, die sich auf die Publikation der Urkunden beziehen, in einzelnen Fällen Bemerkungen hinsichtlich der Echtheit und Auslegung der Urkunden, kurz inhaltliche Auszüge (Regesten) über historisch wichtigere Urkunden sowie Erhebungen mit historischem Bezug auf Budapest aufgeführt. Diese Angaben können in der Archivregistratur gesucht werden.